Ausgangslage: Energiesparende Maßnahmen an bestehenden Gebäuden sind im betriebswirtschaftlichen Sinne Investitionen und müssen sich in der Praxis an üblichen Rentabilitätskriterien messen lassen. Sie treffen dabei auf unterschiedliche Akteure, die sich im Hinblick auf ihre ökonomische Situation und Perspektive unterscheiden. Ziele: Ziel des Vorhabens ist es, energiesparende Investitionen in den Gebäudebestand aus dem Blickwinkel der Akteure zu analysieren. Es soll dabei herausgearbeitet werden, welche Annahmen und Randbedingungen einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse von Wirtschaftlichkeitsberechnungen aufweisen. Vorgehen: Für die Untersuchung werden folgende Festlegungen getroffen: 1. Es wird akteursbezogen unterschieden in selbstnutzende Eigentümer und Vermieter. Selbstnutzende Eigentümer können die Investitionen durch eingesparte Energiekosten refinanzieren. Vermieter müssen auf mietrechtlich zulässige Mieterhöhungen zurückgreifen. 2. Aus Vereinfachungsgründen werden exemplarisch Maßnahmenpakete in zwei Modellgebäuden (EFH und MFH) betrachtet, die zu unterschiedlichen Energieeffizienzstandards führen. 3. Die ökonomische Bewertung der Wärmeschutzmaßnahmen erfolgt über die Eigenkapitalrendite, die mit einem sog. Vollständigen Finanzplan berechnet wird. Bei der Bearbeitung der Studie sind folgende Arbeitsschritte vorgesehen: - Festlegung der Rahmenbedingungen der Berechnungen - Wirtschaftlichkeitsberechnungen aus der Perspektive von selbstnutzenden Eigentümern im Bestand - Wirtschaftlichkeitsberechnungen aus der Perspektive von Vermietern im Bestand. Die Ergebnisse der Berechnungen werden in einem Abschlussbericht dokumentiert.
Die Akzeptanz der Tatsache, dass die zünftigen Einwohnerzuwächsen eher verhalten ausfallen und immer mehr Kommunen zukünftig von einer noch viele Jahre anhaltenden Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung betroffen sein werden, machen sich Überabeitungen der regionalen und kommunalen Flächennutzungspläne erforderlich. Dabei müssen sowohl die sich in Wachstums- als auch in Schrumpfungsregionen vollziehenden kommunalen Prozesse analysiert und prognostiziert werden. Ziel des Projektes ist es, eine Prognosemethodik zu entwickeln, die es erlaubt, den zukünftig erforderlichen Wohnungsneubau sowie die notwendige Bereitstellung von Wohnbauland abzuschätzen. Der kommunale Ansatz wird erforderlich, da immer öfter wachsende und schrumpfende Kommunen in unmittelbarer Nachbarschaft zu einander anzutreffen sind und auch die Praxis immer wieder zeigt, dass es keinen Automatismus gibt, wonach in Kommunen mit Bevölkerungsschrumpfung keine Wohnbaulandausweisungen mehr erforderlich sind. Die Analysen und Prognosen der kleinräumigen demographischen Entwicklungen werfen dabei nicht nur die Frage auf, wie viel Wohnbauland in den schrumpfenden Städten und Gemeinden zukünftig noch nachgefragt werden wird und wie viel Bauland dafür neu ausgewiesen werden muss, vielmehr interessieren auch Fragen, wie sich die Bevölkerungsschrumpfung auf die Haushaltsentwicklung und Bildung von Wohneigentum auswirken wird. Gerade die Wohnwünsche der Haushalte nach einem Eigenheim oder einer Eigentumswohnung werden neben der Bereitstellung von Wohnbauflächen immer stärker das Siedlungsflächenwachstum für Wohnzwecke determinieren. Unter der Prämisse des sparsamen Umgangs mit Flächenneuausweisungen muss zukünftig viel genauer als bisher analysiert werden, welche kommunalen Trends der Bevölkerungs-, Haushalts- und Wohnungsnachfrageentwicklung sich abzeichnen und welche Wohnungsangebote den Nachfragern zukünftig zur Verfügung stehen werden. Dazu soll das bereits entwickelte Modell Kommunale Wohnungsnachfrageprognose (Iwanow, Eichhorn 2002) zu einem Grundmodell eines kommunalen Wohnungsmarktmodells weiterentwickelt werden, so dass die Erarbeitung modellgestützter Szenarien zur Wohnungsneubau-, Wohnungsleerstands- und Wohnbaulandentwicklung möglich wird. Bei den Abschätzungen des zukünftigen Wohnbaulandbedarfs werden dabei die Nachhaltigkeitsziele bezüglich der zukünftigen Siedlungsflächendynamik im Blickpunkt der Betrachtungen stehen.
Das Verbundprojekt untersucht die (Wieder-)Verwendung von Dingen am Beispiel von gebrauchten sowie neuen Einfamilienhäusern und Teilen des darin befindlichen Inventars. Die dabei praktizierte kultur- und materialanalytische Herangehensweise nimmt Hausbau bzw. -erwerb und Familiengründung als eine historisch wirkmächtige Form der Objekt-Nutzungs-Beziehung mit aktueller gesellschaftlicher Relevanz in den Blick. Teilprojekt A erforscht dabei den Neubau von Einfamilienhäusern, deren Ausstattung und die beabsichtigten Nutzungsformen. Hierbei werden Methoden der kulturanthropologisch-volkskundlichen Bau- bzw. Hausforschung mit Perspektiven der material culture studies und den Beiträgen der anderen Teilprojekte kombiniert. Das Erkenntnisinteresse gilt den Beweggründen und Folgen des Familienlebens im neu gebauten Einfamilienhaus (in demographischer wie alltagskultureller Hinsicht). Die ethnographische Datenerhebung findet in suburbanen Wohngebieten, kleinstadtnahen Zonen und dörflichen Zentren statt. Mit dieser in Nordwestdeutschland situierten Fallstudie ist ein empirisch fundierter Forschungsbeitrag zu jenen Lebens- und Wohnformen intendiert, die in der Architektur, in der Stadt- und Raumplanung, in der Ressourcenwirtschaft sowie angesichts des demographischen Wandels und veränderter Lebensweisen gesellschaftlich und politisch intensiv diskutiert werden. Auf Grundlage von Literaturrecherche und Festlegung des Forschungsdesigns folgt in Teilprojekt A die ethnographische Datenerhebung zu Neubauten in Abstimmung mit den anderen Teilprojekten in Form von qualitativen Interviews, Baustellenbegehungen sowie Bau- und Objektdokumentation. Nach der Datenauswertung werden die Ergebnisse auf den Veranstaltungen des Verbundes (Workshop und Konferenz) präsentiert und in die geplante abschließende Ausstellung (Teilprojekt Museumsdorf Cloppenburg) eingebracht. Publikationen in englischer und deutscher Sprache in Zeitschriften sowie eine Monographie (Dissertation) sind vorgesehen.
Die spezifischen Ziele des Projekts sind u.a.: - 1.) Verknüpfung erneuerbarer Energien mit E-Mobilität in Verbindung mit zukunftsweisender Schnelllade-Infrastruktur - 2.) Ermittlung von Potentialen für den Einsatz von E-Fahrzeugen in Verbindung mit Energie-Plus-Häusern - 3.) Praktische Umsetzung eines Mobilitätskonzepts in einer Eigentümergemeinschaft (geschlossene Benutzergruppe) - 4.) Praktikable Betreibermodelle in Wohnungsquartieren für die Einbeziehung von E-Mobilität und E-Carsharing aufzeigen - 5.) Konzepte zur Elektromobilität bereits in der Phase der Gebäudeplanung einzubeziehen - 6.) Durch Elektromobilität bewirkte Reduzierung von Schallimmissionen durch entsprechende bauplanerische Vorgaben optimieren - 7.) Validierung der Auswirkungen des integrierten Mobilitätskonzepts auf die Kaufentscheidung von Wohneigentum in der Praxis - 8.) Ermittlung der Auswirkungen des spez. Elektromobilitätskonzepts auf die Kosten des Bauträgers Folgende Schritte sind geplant: 1.) Schaffung der erforderlichen projektinternen Grundlagen 2.) Entwicklung des Gebäude- und Mobilitätskonzept ('individuelle Einzelnutzung für private Quartiersbewohner mit integriertem Energiekonzept') 3.) Umsetzung des Konzepts (Infrastrukturaufbau, Fahrzeugeinsatz und -betreuung, die Interoperabilität der Schnittstelle zwischen Gebäude- und Fahrzeugtechnik, laufende Monitoring- und Wartungsleistungen bei der Ladeinfrastruktur sowie die operative Betreuung und ggf. erforderliches 'Nachsteuern'.
Das geplante Vorhaben soll das bis Ende 2015 abzuschließende Vorhaben 'Klimaneutraler Gebäudebestand 2050' um weitere Gebäudetypen und weitere mögliche Sanierungspfade ergänzen. Die Analyse soll die Gebäudetypen untersuchen und möglichst robuste Schlussfolgerungen für den gesamten Gebäudebestand in Deutschland ableiten. Damit würde der 'Sanierungsfahrplan', den BMWi im Rahmen des Energiekonzeptes entwickelt, an Beispielen veranschaulicht. Der weitere Bedarf an Forschung und Entwicklung ist darzustellen. Zudem sollen Praxisbeispiele von Sanierungen und Neubauten für die Öffentlichkeitsarbeit in geeigneter Weise aufbereitet werden. Die aus klimaneutralen Sanierungen und Neubauten resultierende finanzielle Belastung oder Entlastung bestimmt maßgeblich die Akzeptanz des Ziels durch die betroffenen Akteure. Deshalb sind Energiekosten- und Treibhausgaseinsparungen sowie die Kostenbelastung für unterschiedliche Ausgangssituationen aus Sicht der Akteure (selbstgenutztes Wohneigentum, Mieter, Vermieter) zu ermitteln, sowohl für einzelne Fallbeispiele als auch für den gesamten Gebäudebestand bis 2050.
Ziele: Ziel von 'KomMA-P' ist es, die gesellschaftlichen und technisch-ökonomischen Bedingungen der Energiewende in ihrer Interaktion zu untersuchen. Das Ziel von ZIRIUS im Rahmen des Projektes KomMA-P besteht in der Analyse der Wahrnehmung und Bewertung der Energiewende in der deutschen Öffentlichkeit. Hierbei geht es zum einen um kollektive Vorstellungen in typischen Zielgruppen zu Perspektiven und Auswirkungen des Energiesystemumbaus. Zum anderen stehen die Akzeptanz der mit dem Umbau des Energiesystems verbundenen Kosten sowie des notwendigen Infrastrukturumbaus im Fokus. Arbeiten: Die Aufgabe von ZIRIUS in diesem Teilvorhaben besteht zum einen in der Durchführung von ca. acht qualitative Fokusgruppen, um Erwartungen, Einstellungen, Wissen sowie Befürchtungen der Bevölkerung zum Thema Energiewende zu erheben. Dabei soll ein besonderer Fokus auf typischen Zielgruppen, wie z. B. marginalisierte (d. h. durch Energiearmut bedrohte) Haushalte, Familien, Singles, Rentner, Mieter und Eigenheimbesitzer etc. liegen. Zum anderen wird eine deutschlandweite Repräsentativbefragung von ca. 2.000 bis 3.000 Personen (ab 18 Jahre) zur Akzeptanz der in verschiedenen Szenarien zum Umbau des Energiesystems enthaltenen Charakteristika (Kosten, negative Konsequenzen, Anforderungen an den Endnutzer etc.) sowie zur Akzeptanz verschiedener Partizipationsoptionen durchgeführt. Dabei werden sowohl verschiedene Partizipationsformen berücksichtigt als auch die die Bereitschaft zu Verhaltensänderungen in Betracht gezogen.
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