Dieses Projekt erforscht, wie die Bereitstellung von Infrastrukturen sowie der einhergehende Landnutzungswandel durch unterschiedliche Zukunftsvisionen und Future-Making-Praktiken strukturiert werden. Es analysiert (1) die institutionellen Kontexte großskaliger erneuerbarer Energieinfrastrukturen im kenianischen Rift Valley, (2) die Planungs- und Umsetzungsprozesse sowie damit verbundene sozial-ökologische Transformationen, (3) die Akteurs-, Governance-und Konfliktkonstellationen, v.a. mit Fokus auf Investor-Community-Beziehungen.
Ziel des Projekts ist, eine softwaremaessige Datenverwaltung der Muellabfuhr fuer die Stadt Darmstadt zu realisieren. Durch die EDV-maessige Verwaltung der verschiedenen Dateien (Netz-, Behaelter-, Tourendaten) koennen alle fuer den normalen Arbeitsablauf erforderlichen Informationen abgerufen werden. Die taegliche Eingabe bzw. Aenderung von Behaelterdaten soll ebenfalls moeglich sein. Darueber hinaus soll das System langfristig auch zur optimierten Tourenplanung dienen.
Die aktuellen Urbanisierungsdynamiken in Südasien erzeugen große Veränderungen in der physischen Gestalt der Städte. Hohes Bevölkerungswachstum, Modernisierungsstreben sowie Kommerzialisierungs- und Kommodifizierungsprozesse üben einen großen Druck, vor allem auf die Megastädte und ihre Infrastrukturen aus. Dadurch gerät das bauliche Kulturerbe dieser Städte, vor allem in den Innen- und Altstädten, unter einen enormen umbruchbedingten Landnutzungsdruck: Alte, traditionelle Stadtstrukturen scheinen (in der Wahrnehmung einiger Akteure) einer globalisierten Modernisierung im Wege zu stehen, und bestehende Landnutzungsrechte angestammter (lokaler) Nutzer werden zunehmend durch die Bedürfnisse und Entwicklungsvisionen neuer Akteure verändert. Dies führt dazu, dass städtisches Kulturerbe von zunehmendem Verfall und Verschwinden bedroht ist. Dabei trägt es als gebaute Geschichte und Kultur zentral zur sozialen und gesellschaftlichen Identität bei und besitzt sowohl wirtschaftlich als auch ästhetisch einen großen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit von Städten im internationalen und nationalen Kontext. Das Forschungsprojekt soll am Beispiel von Delhi/Indien untersuchen, welche Chancen und Potentiale eine Integration von städtischem Kulturerbe in die zukünftige Stadtentwicklung der Megastadt bietet. Des Weiteren soll analysiert werden, welche Rolle das Governance-System hierbei spielt und welche Faktoren dieses System beeinflussen und so Auswirkungen auf die Handlungsmöglichkeiten der beteiligten Akteure sowie auf den Schutz und die Integration städtischen Kulturerbes in die Stadtentwicklung haben. Dazu wird eine akteurs- und handlungsorientierte Analyse der Governance-Struktur anhand einer explorativen und qualitativen Herangehensweise unter dem theoretischen Rahmenkonzept der Cultural Governance durchgeführt.
Welches sind die grundlegenden Anforderungen an eine oekologisch nachhaltige Gestaltung menschlich induzierter Stoffstroeme in oekonomisch-sozialen Systemen? Auf welche Weise lassen sich oekologische Koppelungseffekte in der Wertschoepfungskette im Rahmen der nachhaltigen Gestaltung der Stoffstroeme erzielen? Welche strategischen Konsequenzen und Handlungsempfehlungen ergeben sich fuer die an der Stoffstromgestaltung beteiligten Unternehmen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Untersuchung des Instituts fuer Umwelt und Wirtschaft an der WU-Wien. Die Studie bettet abfallwirtschaftliche Probleme in ein umfassendes Stoffstromverstaendnis ein. Sie will damit zum einen helfen, neue Perspektiven fuer die Loesung abfallwirtschaftlicher Fragen zu entwickeln und zum anderen Bewertungskriterien ableiten, um aktuell diskutierte abfallwirtschaftliche Loesungen zu bewerten. Im ersten Teil der 1994 ausgefuehrten Studie werden die theoretischen Grundlagen zu einer Kreislaufwirtschaft im Rahmen eines umfassenden oekologischen Stoffstrommanagements eroertert. Drei Themenbereiche stehen im Mittelpunkt: 1) Das Aufzeigen der Notwendigkeiten zu einem Stoffstrommanagement, dargestellt an der Entwicklung der Stoffstroeme und der Abfallwirtschaft; 2) Die Ableitung und Darstellung von Leitbildern fuer ein nachhaltiges Stoffstrommanagement; 3) Die Ableitung von Operationalisierungsmoeglichkeiten der Leitbilder zur Gestaltung von Bausteinen eines nachhaltigen Stoffstrommanagements. Im zweiten Teil der Studie werden auf konzeptioneller Ebene Handlungsfelder eines nachhaltigen Stoffstrommanagements beschrieben, zu denen 1) die Optimierung einzelner Wertschoepfungsstufen; 2) die Koppelung der Wertschoepfungsstufen zu einem umfassenden Stoffstrommanagement und 3) die Festlegung von entsprechenden Rahmenbedingungen zaehlen. Im Zentrum organisatorischer Ansaetze zum Stoffstrommanagement steht die Koppelung der einzelnen Stufen der Wertschoepfungskette im allgemeinen und der Entsorgung mit der Versorgung im besonderen. Die oekologisch sinnvolle Koppelung der Wertschoepfungskette erfolgt insbesondere ueber die Informationsstroeme. Desweiteren werden Ansaetze zur nachhaltigen Organisation der Abfallwirtschaft nach Verantwortungstraegern abgeleitet. Dabei werden die Kreislaufschliessung nach der Verantwortung der Anfallstelle, Inverkehrbringer, Kommunen und durch Drittorganisationen wie der ARA an Beispielen von Elektronikschrott analysiert. Grundlagen der Evaluation der Organisationsansaetze bilden jene Kriterien, die aus den im Rahmen der Studie diskutierten Leitbildern abgeleitet wurden.
Tansanias Regierung plant, steigenden Nahrungsmittelbedarf durch Anbauintensivierung auf großen Bewässerungsflächen in Kilombero-Tal zu decken. Dieser Ansatz erhöht vermutlich die regionale Produktion aber ignoriert die Heterogenität der Standortfaktoren sowie der Erwartungen und Ansprüche diverser Nutzergruppen. Die Variabilität der Faktoren beeinflusst individuelle und großräumige Risiken und Unsicherheiten. Wir nutzen disziplinäre und integrierte Modellierung um die damit verbundenen Dynamiken sozio-ökologischer Transformation, raum-zeitlicher Organisationsmuster sowie der Kopplungs- und Entkopplungsprozesse zu verstehen.
Energiemanagement umfaßt den gesamten Prozeß der Planung, Organisation, Leitung und Kontrolle der effizienten Energiebereitstellung und Energienutzung. Der Weg von der Bestandsaufnahme der energietechnischen Situation bis hin zur Planung und Realisierung eines Energiemanagements unter Berücksichtigung von Organisationsformen, Tarifen, Energiekennzahlen, Wirtschaftlichkeitsüberlegungen, Energiemanagement-Systemen, Hard- und Software sowie die Kontrolle wird im Rahmen mehrerer Projekte analysiert. Besonders die Problematik, die entsteht, wenn unterschiedliche Organisationseinheiten wie Planer, Brauträger und Betreiber eines Betriebs oder Gebäudes jeweils ihr eigenes Kostenminimum anstreben ist Gegenstand von Untersuchungen. In einem aktuellen EU-Projekt (5E in Universities) soll der Kauf und Einsatz effizienter elektrischer Betriebsmittel an europäischen Universitäten im Rahmen eines Prokurement-Strategien untersucht werden.
Ausgangssituation & Forschungsfragen: Der städtische Verkehr und dessen Emissionen, Energieverbräuche und planerische Herausforderungen (Staus, Flächenkonkurrenz etc.) stellen eine Belastung für Städte dar und machen einen Wandel notwendig. Aktuelle Entwicklungen im Bereich der modernen Informations- und Kommunikations-Technologien, inter- und multimodale Mobilitätslösungen sowie Sharing-Konzepte bieten beispielsweise vielversprechende Ansatzpunkte für eine nachhaltigere Gestaltung urbaner Mobilität. In diesem Zusammenhang zielt die Forschungsgruppe DynaMo darauf ab, unterschiedliche Optionen für die nachhaltigere Gestaltung urbaner Personenmobilität auf inter- und transdisziplinäre Weise auszuloten. Zentral sind hierbei die folgenden Perspektiven und Fragestellungen: - Technologieintegration: Wie sind nachhaltige Mobilitätsinnovationen unter Einbeziehung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien zu gestalten? - Governance-Formen: Wie können nachhaltige Mobilitätsinnovationen im Rahmen lokaler Governance Arrangements in lohnende Geschäftsmodelle umgesetzt werden? - Wandel von Mobilitätspraktiken: Wie entstehen bestimmte Mobilitätsmuster und wie lassen sich diese im nachhaltigen Sinne verändern? - Partizipation von und Bewertung durch Nutzerinnen und Nutzer: Wie können Mobilitätsinnovationen im nachhaltigen Sinne gesteuert werden und unter welchen Umständen werden sie als legitim wahrgenommen? Projektansatz & Vorgehen: Das DynaMo-Team, das sich aus den Disziplinen Stadtplanung, Soziologie, Politikwissenschaft und Technologiemanagement zusammensetzt, identifiziert zunächst im Austausch mit Praxisakteuren und Stakeholdern konkrete Fallbeispiele in unterschiedlichen Städten. Zu bearbeitende Fallbeispiele sind dabei u.a. Mobility-as-a-Service (MaaS) Lösungen, Sensorinfrastrukturen, autofreie Stadtquartiere. Die Fallbeispiele werden im Rahmen disziplinärer Qualifikationsarbeiten, die in einen kontinuierlichen Prozess der inter- und transdisziplinären Wissensintegration eingebettet sind, näher untersucht. Dabei stehen Fragen der Governance, Legitimität, Raumwahrnehmung, Digitalisierung, Partizipation und des Mobilitätsverhaltens im Vordergrund. Ziele & zu erwartende Ergebnisse: Das Forschungsgruppe DynaMo erarbeitet zum einen aus interdisziplinärer Perspektive Systemwissen über das Zusammenspiel planungs-, politik-, verhaltens- und technologiebezogener Aspekte bei der Gestaltung von Mobilitätslösungen in urbanen Räumen. Diese Erkenntnisse sollen im Rahmen eines transdisziplinären Kooperationsprozesses unter Einbindung von Praxisakteuren in adressatengerechte Handlungsempfehlungen übersetzt und im Hinblick auf Wirkung und Umsetzbarkeit bewertet werden. Die Ergebnisse werden in einem Leitfaden für die Implementation entsprechender Mobilitätslösungen zusammengefasst, der insbesondere auf Aspekte der Governance, Akzeptanz und Technologieintegration Bezug nimmt.
Im Rahmen des Projekts KSI - Planspiele zur Aufdeckung von Energie- und Ressourceneffizienzmaßnahmen werden Planspiele als Weiterbildungsangebote konzipiert, die spezifische Kompetenzen und Wissen im Bereich Ressourceneffizienz direkt an der Schnittstelle zwischen Management und Produktion vermitteln. Mit Hilfe der Planspiele können Hemmnisse in Unternehmen beseitigt und Innovationsprozesse angestoßen werden. Durch Mitarbeiterqualifizierung wird so eine langfristige Verhaltensänderung im Betrieb erreicht. Ziel des Projekts ist somit die Vermittlung eines effizienten Energie- und Materialeinsatzes und somit eine direkte und indirekte Einsparung von Treibhausgasemissionen (THG). Am konkreten Beispiel sollen typische Situationen aus der Praxis vorgestellt und Lösungskonzepte erarbeitet bzw. 'erspielt' werden, etwa zur Aufdeckung von Effizienzpotentialen, zur Entwicklung geeigneter Maßnahmen und deren Kommunikation und Durchsetzung im Unternehmen. Dazu werden die betrieblichen Abläufe in Planspielen aufbereitet. Schlüsselfaktoren sind dabei die soziale Interaktion im Spiel, die Lerneffekte sowie die Beiträge zur Lösung von Zielkonfliktsituationen und die direkte Übertragbarkeit der in der Simulation eingesetzten Methoden im eigenen Unternehmen. Mit den Simulationen soll eine Resource Efficiency Awareness geschaffen sowie die Entscheidungs- und Handlungskompetenz bei operativen Entscheidungsträgern in der Produktion gestärkt werden. Entwickelt werden Simulationen in den Anwendungsbereichen (1) Energie- und Stoffstrommanagement in der Produktion, (2) THG-erweiterte Materialflusskostenrechnung, (3) THG-erweiterte Lean Production, (4) Energierelevanz von Industriegebäuden, (5) Relevanz energiebetriebener Querschnittstechnologien sowie (6) Produktentstehungsprozess. Hierzu werden zunächst Lernziele und geeignete Produktbeispiele definiert sowie ein didaktisches Konzept und eine Planspielidee entwickelt. Nach der Entwicklung der Simulationen sind Pilotläufe zum Test und zur Ermittlung etwaiger Verbesserungen vorgesehen. Darauf aufbauend werden die Simulationen konzeptionell fertiggestellt, ebenso werden ein Spielleiterkonzept sowie entsprechende Unterlagen für jedes Planspiel erstellt. Abschließend werden die Simulationen bundesweit über verschiedene Netzwerke verbreitet. Mit Hilfe einer kontinuierlichen Begleitforschung werden die entwickelten Simulationen kontinuierlich evaluiert und optimiert. Darüber hinaus werden die Teilnehmer und deren Unternehmen zum Monitoring der Nutzen- und Erfolgsindikatoren befragt. Durch eine begleitende PR-Kampagne und die Kooperation mit unterschiedlichen Netzwerken werden das Projekt sowie die Weiterbildungsangebote bundesweit bekannt gemacht.
Ein wesentliches Ziel der BSR ist es, die Sicht, die Bedarfe und Notwendigkeiten eines Entsorgungs- und Straßenreinigungsunternehmens in das Projekt einzubringen, so dass gemeinsam mit den Projektpartnern die verschiedenen Technologievarianten Effizienzsteigerungspotentiale, Betriebs- und Lebenszykluskosten, die Integration in Betriebsabläufe, Emissions- und Lärmvermeidungspotentiale sowie der Betrieb mit erneuerbaren Energien in einem Smart Grid untersucht und mit Feldversuchen untermauert werden. Darüber hinaus sollen für die in Frage kommenden Fahrzeugtypen Roadmaps zur strategischen Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse bei der BSR entwickelt werden. Die Übersetzung der gewonnenen Erkenntnisse auf die betriebliche Qualifizierung ist ein zusätzliches wesentliches Ziel der BSR im Projekt Mobility2Grid. Die Arbeitspakete AP 4.1.5 'Machbarkeitsstudie 'Bi-direktionale Ladestation für elektrifiziertes Abfallsammelfahrzeug' und AP 4.1.6 'Machbarkeitsstudie: Smart Grid-Integration einer Batteriewechselstation für ein e-Papierkorbsammelfahrzeug' werden von der BSR koordiniert. In den übrigen Arbeitspaketen stehen für die BSR nachfolgende Beiträge und Zuarbeiten im Vordergrund: 4.1: Technologiebewertung (Entsorgungs- und Straßenreinigungsfahrzeuge), Übertrag- barkeitsuntersuchungen sowie Feldversuche 4.2: Mitarbeit bei der Gestaltung der Ansätze für eine energetisch optimierte Wagenumlaufplanung für elektrifizierte Fahrzeuge 4.3: Optimierungsmodelle für den Betriebsablauf und die Routenplanung für eine elektrifizierte/teilelektrifizierte Fahrzeugflotte 4.4: Übertragung der Erkenntnisse aus dem Smart Grid auf dem ERUEF Forschungscampus auf den Betriebshof Ringbahnstraße der BSR. 4.5: Erstellung von Technologie-Roadmaps für die ausgewählten Fahrzeugtypen 4.6: Ableitung von Anforderungen und die Mitarbeit bei der Entwicklung von Ausbildungsmodulen für die betriebliche Qualifizierung aus Sicht eines Entsorgungs- und Straßenreinigungsbetriebs.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 465 |
| Kommune | 2 |
| Land | 20 |
| Wirtschaft | 3 |
| Wissenschaft | 107 |
| Zivilgesellschaft | 12 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 465 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 465 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 458 |
| Englisch | 34 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 5 |
| Keine | 193 |
| Webseite | 268 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 243 |
| Lebewesen und Lebensräume | 327 |
| Luft | 192 |
| Mensch und Umwelt | 465 |
| Wasser | 114 |
| Weitere | 465 |