In dem Vorhaben werden die Auswirkungen extrem trocken-warmer Witterungsverhältnisse auf das Wachstum von Fichten und Buchen unter Berücksichtigung des Baumalters und des Standorts retrospektiv untersucht. Dazu werden im Südschwarzwald Untersuchungsbäume entlang von Höhengradienten jeweils auf einem Sommer- und einem Winterhang ausgewählt. Um Unterschiede in den chemischen und physikalischen Bodeneigenschaften gering zu halten sollen alle Untersuchungsstandorte einen ähnlichen Substratcharakter besitzen. Das jährliche bzw. periodische Höhen- und Dickenwachstum der Untersuchungsbäume wird mittels Stammanalyse retrospektiv erhoben. Die auf diese Weise gewonnenen Radial- und Höhenzuwachsreihen werden zur statistischen Analyse der Wachstumsreaktionen einzeln und in Kombination untersucht. Die zur Analyse der Zusammenhänge zwischen Witterung und Zuwachs notwendigen meteorologischen Messreihen von geeigneten Stationen aus dem amt-lichen Messnetz werden vom Deutschen Wetterdienst bezogen. Der Einfluss des Baumalters bzw. -entwicklungsstandes auf die Sensitivität und das Regenerationsvermögen bezüglich Trockenstress wird anhand des Vergleichs zwischen jüngeren und älteren Untersuchungs-bäumen analysiert. Aus der Kenntnis baumarten- und standortspezifischer Zuwachsreaktionen auf Trockenstress ergeben sich erweiterte Interpretationsmöglichkeiten für die räumliche Differenzierung der Gefährdung von Wäldern. Die Untersuchung der zeitlichen Dynamik des Klima-Zuwachs-Systems auf der Grundlage langfristiger dendrometrischer Messreihen gewinnt angesichts der rasanten Umweltveränderungen zunehmend an Bedeutung.
Die Vegetation des Himalaya ist bis jetzt nur als Bestandteil bergbäuerlicher Kulturlandschaften, also in Degradationsstadien natürlicher Wälder und alpiner Matten beschrieben. Das einzige Segment des Gebirgsbogens, das (neben weide- und feuerbeeinflußter Vegetation) noch ungestörte Vegetation hat, liegt in Bhutan und war bislang verschlossen. Nach über 20jährigen Vorarbeiten in gestörter Vegetation der pakistanischen, indischen, nepalesischen und chinesischen Himalaya-Regionen hat sich jetzt erstmals die Möglichkeit eröffnet, mit Unterstützung der Bhutanesischen Regierung und von Entwicklungsprojekten auf einer sechsmonatigen Expedition eine floristisch vollständige Inventur mensch-unbeeinflußter Wälder und Matten zwischen 1.000 und 5.000 m durchzuführen und Initialstadien der Weidebeeinflussung zu dokumentieren. An die Erstbeschreibung ungestörter Wälder und Matten schließt sich der Versuch an, grundsätzliche überregionale Fragen der Hochgebirgsforschung einer Klärung näherzubringen:- Können Gebirge zugleich 'Biodiversity hotspots' und Auslöschungszonen sein?- Steuert der Lebenszyklus des Bambus die Bestandesdynamik von Nebelwäldern?- Wie verändert Waldweide die Bestandesstruktur und Artendiversität von Naturwäldern?- Welche Schlußfolgerungen für die Lebensbedingungen von Wald ergeben sich aus der natürlichen Struktur der oberen Waldgrenze in Bhutan?- Welche Unterschiede in Struktur- und Artendiversität bestehen zwischen den von Viehherden und den von Wildtierherden genutzten alpinen Matten.
Nutzung der Kuestenressourcen in Ecuador: Die Mongrovenwaelder und ihre Beeintraechtigung durch die Garnelenzucht.' 'Arten- und Biotopschutzfunktion linienfoermiger Biotope in den Agrarlandschaft.' 'Graphische Ueberflutungssimulationen unter Einsatz eines digitalen Hoehenmodells.
Vegetationsökologische und klimatologische Grundlagen sowie Landnutzungsänderungen in Afrikas größtem alpinen Ökosystem ermöglichen der interdisziplinären Paläoforschung die Interpretation von Analysedaten, insbesondere durch die ökologischen Zeigerwerte in den dominanten Vegetationseinheiten der Hochflächen in den Bale Mountains. Plotbasierte floristisch vollständige Vegetationsaufnahmen dienen der Feststellung klimatischer Gradienten und Schwellenwerte von Zeigerpflanzen sowie von Störungszeigerpflanzen der Weidewirtschaft und natürlicher Störungen durch bodenwühlende Kleinsäuger. Fernerkundung und Vergleichsphotographie helfen die Dynamik afroalpiner Ökosysteme und des Erica-Strauchgürtels an der oberen Waldgrenze zu quantifizieren. 10 Klimastationen werden die Niederschlags- und Temperaturgradienten der Bale Mountains erfassen. Die vorherrschenden Luftströmungen dieses Berglandes am Horn von Afrika werden durch ihre Isotope charakterisiert und sind damit die aktualistische Grundlage der Paläo-Klimatologie.
The AZV (Altitudinal Zonation of Vegetation) Project was initiated in the year 2002. On the basis of a detailed regional study in continental West Greenland the knowledge about altitudinal vegetation zonation in the Arctic is aimed to be enhanced. The main objectives of the project are: a) considering the regional study: characterize mountain vegetation with regard to flora, vegetation types, vegetation pattern and habitat conditions, investigate the differentiation of these vegetation characteristics along the altitudinal gradient, develop concepts about altitudinal indicator values of species and plant communities, extract suitable characteristics for the distinction and delimitation of vegetation belts, assess altitudinal borderlines of vegetation belts in the study area. b) considering generalizations: test the validity of the altitudinal zonation hypothesis of the Circumpolar Arctic Vegetation Map ( CAVM Team 2003), find important determinants of altitudinal vegetation zonation in the Arctic, develop a first small scale vegetation map of entire continental West Greenland. Field work consists of vegetational surveys according to the Braun-Blanquet approach, transect studies, soil analyses, long-time-measurements of temperature on the soil surface and vegetation mapping in three different altitudinal vegetation belts (up to 1070 m a.s.l.).
Zur Rekonstruktion der Landschaftsdynamik (Vegetation, Feuer und Klima) verschiedener Untersuchungsgebiete innerhalb der Region des Podocarpus Nationalparks, werden verschiedene Sedimentkerne anhand pollenanalytischer Untersuchungen ausgewertet. Daten aus vorangegangenen und neuen Vegetationsrekonstruktionen sowie aktuelle Daten über Vegetation, Klima und Landschaftsnutzung werden genutzt, um frühere Vegetation, Biodiversität, Klimaverhältnisse, Feuerdynamik und Landschaftsnutzung zu rekonstruieren und über ein 3-D-Geländemodell zu visualisieren, wobei biotische und abiotische Umweltfaktoren verknüpft werden. Das neuartige PODOcarpus Nationalpark 3-D- Geländemodell (PODOLAND) soll lokale Daten vergangener und aktueller Landschaftsdynamik einbinden und in einem regionalen Maßstab darstellen. Das Projekt sieht vor 3-D-Geländemodelle für verschiedene Zeitscheiben bereitzustellen, um lokale und regionale Ökosysteme und Klimadynamik in einem weitreichendem Kontext zu sehen, Ökosystemdynamik und die Reaktion auf Umweltveränderungen zu ergründen, die Verbindung und Trennung verschiedener Ökosysteme (Páramos, Bergregenwälder und Trockenwälder) sowie ihren Einfluss auf die Ausbildung der extrem hohen Biodiversität in Ecuador zu verstehen und zukünftige Vegetations- und Klimaveränderungen aufgrund globaler Umweltveränderungen einschätzen zu können. Diese Modellierung wird hilfreiche Basisinformationen für Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen liefern, um die Ökosystemdynamik zu verstehen und Schlüsselgebiete für den Erhalt der Biodiversität im hot spot der nördlichen Anden zu identifizieren. Das Vorhaben wird als Teilprojekt A1.2 der DFG-Forschergruppe 816 Biodiversity and Sustainable Management of a Megadiverse Mountain Ecosystem in Southern Ecuador (www.tropicalmountainforest.org) durchgeführt und bezieht wissenschaftliche Daten und Informationen aus anderen Teilprojekten der Forschergruppe. Gleichermaßen wird das Projekt hilfreiche Daten und Ergebnisse für andere Teilprojekte erarbeiten und zur Verfügung stellen.
This subproject aims at the parallel assessment of plant biodiversity and plant performance (biomass, phenology, fitness) along altitudinal and land use gradients in natural and human-disturbed ecosystems at Mt. Kilimanjaro. We will consider plant diversity at genetic, population, and community levels, and their relationship to plant performance. To estimate the diversity, composition and dynamics of plant communities, we will repeatedly record all plant species present on the 60 common study plots. In addition, we will study plant species turnover by revisiting the sites of 180 existing vegetation records. For all 60 common study plots, we will estimate horizontal and vertical community structure, production and biomass (and relate the outcome to data on climate (SP1) and nutrient (SP3) and water (SP2) levels). In the forest plots dendrochronology will allow correlation of tree growth with climate variables (SP1) across altitude and land use systems. In collaboration with SP5 and the plantanimal interaction components of SPs 6-8 on dispersal, pollination, decomposition, and herbivory we will study several species in more detail. For the eight most abundant species per plot, phenology will be recorded. In addition, reproduction will be measured for four rare and four common species measuring biomass of reproductive organs and seed set. We will also estimate molecular genetic variation for these four species. To analyse species responses to different altitudes/climates and local adaptation within species, we will perform reciprocal-transplant experiments of seed families between altitudinal belts for 16 species of different niche width, four endemic, four rare nonendemic, four common, and four invasive. For one species with large altitudinal range we will explore the consequences of outcrossing between different altitudes. Selection gradient analysis will be used to characterize the relationship between within-species variation in functional traits (in collaboration with SP5) and performance. We will closely collaborate with all other subprojects and with our local counter partners at the National Herbarium of Tanzania in Arusha. Our project will provide important baseline data for all other subprojects. Moreover, our data will allow us to relate genetic, population, and community measures of diversity to altitude, climate and anthropogenic disturbance, to quantify biodiversity-ecosystem functioning relationships in the field, and to estimate resilience and adaptive potential of plants from natural and modified ecosystems to global change.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 41 |
| Land | 3 |
| Wissenschaft | 27 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 41 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 41 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 31 |
| Englisch | 16 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 29 |
| Webseite | 12 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 40 |
| Lebewesen und Lebensräume | 41 |
| Luft | 29 |
| Mensch und Umwelt | 41 |
| Wasser | 27 |
| Weitere | 41 |