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H2020-EU.3.2. - Societal Challenges - Food security, sustainable agriculture and forestry, marine, maritime and inland water research, and the bioeconomy - (H2020-EU.3.2. - Gesellschaftliche Herausforderungen - Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, marine, maritime und limnologische Forschung und Biowirtschaft), Herkunftsforschung und Erhaltung von Baumarten vor dem Hintergrund der globalen Erwärmung - GenTree: Verbesserung der Bewirtschaftung und nachhaltigen Nutzung forstgenetischer Ressourcen in Europa

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und einer sich weiterentwickelnden Nachfrage nach Waldprodukten und Waldienstleistungen, ist das Ziel von GenTree den europäischen Forstsektor mit besseren Fachkenntnissen, Methoden und Werkzeugen für die Bewirtschaftung und nachhaltige Nutzung von forstgenetischen Ressourcen (FGR) in Europa auszustatten. GenTree wird den Zustand der in situ- und ex situ-Erhaltung von FGR verbessern und die Ausweisung, Erhaltung, Charakterisierung, Bewertung und Nutzung von wichtigen FGR in der Züchtung und forstlicher Praxis sowie in der Politik unterstützen. Das Projekt beabsichtigt zudem das Management von bestehenden Sammlungen genetischer Ressourcen und Fachdatenbanken zu vereinheitlichen, zu rationalisieren und zu verbessern. Außerdem soll die europäische Strategie zur Zusammenarbeit in der Forschung und Entwicklung gestärkt werden. Das Projekt wird neue Strategien zur dynamischen Erhaltung forstgenetischer Ressourcen in Europa entwickeln. Diese basieren auf einer verbesserten phänotypischen und genotypischen Charakterisierung wichtiger europäischer Baumarten in ihrem Verbreitungsgebiet und abgeleiteten Anpassungsreaktionen auf mögliche Umweltänderungen. Weiterhin ist geplant, das forstgenetische Ausgangsmaterial in den europäischen Züchtungsprogrammen zu erweitern, das derzeit nur auf wenige kommerzielle bedeutende Baumarten beschränkt ist. Schließlich werden neue Waldbewirtschaftungsszenarien und politische Rahmenbedingungen erarbeitet, die alle Aspekte der genetischen Erhaltung und Züchtung einschließen, um die Wälder und deren Bewirtschaftung an sich ändernde Umweltbedingungen und soziökonomische Anforderungen besser anzupassen.

Risikoanalyse mit integriertem Monitoring auf Basis der Ionenmobilitätsspektroskopie zur Erfassung von Schadfaktoren im präventiven Waldschutz

Entwicklung und Bereitstellung von Mustern relevanter Waldstrukturparameter für die Schadfaktoren und Überprüfung der Risikoanalyseergebnisse in der Praxis, Herstellung der Beziehung zwischen Risiko-Analyse, Monitoring und den zugrundeliegenden Faktoren, Überprüfen der Ionenmobilitätsspektroskopie in situ und deren Einbettung ins Monitoring.

Zukunftsorientiertes Risikomanagement für biotische Schadereignisse in Wäldern zur Gewährleistung einer nachhaltigen Waldwirtschaft, Teilvorhaben 3: Forschung zu den langfristigen Auswirkungen von Insektizidmaßnahmen auf Arthropodendiversität und trophische Interaktionen in Eichenwäldern

Langjährige Aufzeichnungen verschiedener Mitteleinsätze, die an den zuständigen Behörden der beteiligten Länder vorhanden sind, bieten die Möglichkeit, eine Reihe von Fragestellungen zu den langfristigen Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln zu bearbeiten. Durch den Vergleich befallener und nicht befallener Bestände können Faktoren identifiziert werden, die Massenvermehrungen phyllophager Insektenarten begünstigen bzw. hemmen. Weiterhin werden vergleichende waldökologische Untersuchungen in Eichenbeständen in Bayern (behandelt/nicht behandelt) durchgeführt. Die Untersuchungen fokussieren auf ausgewählte Arten der Makrolepidopterenfauna und deren Antagonisten sowie der Bodenfauna. Im Rahmen des Arbeitspaketes werden zwei Promotionen durchgeführt. Die Arbeiten ermöglichen Handreichungen zur Bestandsbehandlung im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes. Der Lst. für Terrestrische Ökologie (TÖK) übernimmt als federführender Projektpartner alle wissenschaftlichen Untersuchungen im Arbeitspaket. Die Kooperationspartner stellen die jeweils landes- und bestandesbezogenen Daten zu den Pflanzenschutzmitteleinsätzen und Bestandesstrukturen zur Verfügung und unterstützen deren Auswertung. Vorarbeiten zur Auswahl der Untersuchungsflächen in Bayern und die notwendigen Freilandaufnahmen zur Erfassung der genannten Organismengruppen sowie Experimente mit ausgewählten Arten erfolgen mit etablierten, standardisierten Methoden und werden von der TÖK gemeinsam mit der Abteilung Waldschutz der LWF durchgeführt. Die notwendigen Austreibungen der Bodenfauna aus den gewonnenen Bodenkernen erfolgen in externer Dienstleistung. Die Determination des Arthropodenspektrums erfolgt durch externe Spezialisten, die Betreuung der Zucht von Lepidopteren-Puppen und Parasitoiden durch ein/e TA, die aufwendigen Freiland- und Laborarbeiten werden durch stud. Hilfskräfte unterstützt. Die statistische Auswertung und Analyse der umfangreichen Erhebungsdaten erfolgt an der TÖK.

Zukunftsorientiertes Risikomanagement für biotische Schadereignisse in Wäldern zur Gewährleistung einer nachhaltigen Waldwirtschaft, Teilvorhaben 4: Erstellung bundeseinheitlicher Leitlinien für den integrierten Pflanzenschutz und Demonstration der Verfahren in Beispielbetrieben

Im Rahmen des Verbundprojekts 'Zukunftsorientiertes Risikomanagement für biotische Schadereignisse in Wäldern zur Gewährleistung einer nachhaltigen Waldwirtschaft', das durch das Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert wird, wurde die Abteilung Waldschutz der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt mit der 'Erstellung bundeseinheitlicher Leitlinien für den integrierten Pflanzenschutz in der Forstwirtschaft und Demonstration der Verfahren in Beispielbetrieben Deutschlands' betraut. Die Grundlage für dieses Vorhaben bilden die allgemeinen Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes der Pflanzenschutz-Anwendungsrichtlinie EU 2009/128/EG. Ziel ist es, die Intensität des Pflanzenschutzes auf ein notwendiges Maß zu begrenzen und Belastungen für die Menschen, die Tiere und die Umwelt zu vermeiden. Die sektorspezifische Leitlinie, die in Zusammenarbeit mit maßgeblichen Akteuren der Forstwirtschaft und des Pflanzenschutzes erarbeitet wird, soll dies für den Pflanzenschutz im Wald konkretisieren. Auch vor dem Hintergrund, dass im Zuge gesetzlicher und selbstverpflichtender Maßnahmen zunehmend striktere Anforderung an den Waldschutz gestellt werden, sich die Zahl der zugelassenen Pflanzenschutzmittel im Forst verringert und die Gesellschaft den Waldschutz immer stärker diskutiert, ist eine gemeinsame Position zu integriertem Pflanzenschutz im Forst erstrebenswert. Sechs Beispielbetriebe, deren betrieblicher Schwerpunkt in der Fichten-, Kiefern-, Buchen- oder Eichenwirtschaft liegt, sollen die Leitlinie auf ihre Praxistauglichkeit prüfen und das integrierte Vorgehen noch besser in die forstliche Praxis bringen. Projektbearbeiter und Waldschutzexperten der NW-FVA betreuen und beraten die Beispielbetriebe dazu intensiv, so dass geeignete Verfahren beispielhaft realisiert und Innovationen erprobt werden können. Informationen über das umgesetzte Waldschutzmanagement sollen für interessierte Waldbesitzer und Forstbetriebe beispielsweise im Rahmen von Exkursionstagen bereitgestellt werden. Das Institut für Strategien und Folgenabschätzung am Julius Kühn-Institut unterstützt die Erarbeitung der Leitlinie. Es wirkt bei der Betreuung der Beispielbetriebe mit und bewertet die Umsetzung des integrierten Pflanzenschutzes anhand von ökologischen Begleituntersuchungen. Gegebenenfalls kann das Institut bei der Modellierung von ökologischen Auswirkungen der Pflanzenschutzmaßnahmen im Forst mit dem anzupassenden Indikatorsystem SYNOPS-GIS einen weiteren Beitrag liefern.

Zukunftsorientiertes Risikomanagement für biotische Schadereignisse in Wäldern zur Gewährleistung einer nachhaltigen Waldwirtschaft, Teilvorhaben 1: Effekte von Insektizidmaßnahmen und natürlichen Störungen auf die Antagonistenfauna in Kiefernwäldern

Das Verbundvorhaben RiMa-Wald befasst sich mit aktuellen Fragestellungen für einen integrierten Pflanzenschutz im Wald. Die Ausgestaltung des Verbunds beinhaltet die Erstellung und Umsetzung sektorspezifischer Leitlinien für den integrierten Pflanzenschutz im Forst, die Verbesserung der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln und -wirkstoffen im nationalen Zulassungs- und Genehmigungsverfahren für den Anwendungsbereich Forst, einschließlich der Überprüfung von Umweltaspekten bei der luftgestützten Ausbringung von Insektiziden. Partner: Julius Kühn-Institut, Landesbetrieb Forst Brandenburg, Technische Universität München, Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Im Teilvorhaben 1 werden gezielt Kiefernwälder untersucht, die aktuell häufig durch Massenvermehrungen forstschädlicher Insekten gefährdet sind. Hierbei werden die Auswirkungen von aviochemischen Bekämpfungsmaßnahmen mit Insektiziden und die von Kahlfraßereignissen in Waldbeständen auf die Nützlingsfauna mit freilandökologischen Methoden untersucht. In weiteren Arbeitspaketen werden mittels Rückstandsanalysen die Wirkstoffkonzentrationen in Ziel- und Nichtzielorganismen bzw. in Pflanzenmaterial bestimmt. Zusätzlich geben Abdrift- und Expositionsmessungen Aufschluss über die Belastung von angrenzenden Arealen und über die verbleibende Menge an Spritzflüssigkeit am Waldboden. Die Ergebnisse dienen der Erarbeitung einer realistischen Nutzen-Risiko-Analyse im Pflanzenschutz und zur Formulierung praktikabler Risikominderungsmaßnahmen für ein nachhaltiges Schädlingsmanagement, die mit den Bewertungsbehörden im Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln abgestimmt werden. Abschließend erfolgen der Ergebnistransfer und die Umsetzung in die Praxis.

Evaluierung der Waldmaikäferbekämpfung in Baden-Württemberg

Der Engerlingsfraß des Waldmaikäfers stellte und in den Hardtwäldern der nördlichen Oberrheinebene das waldbauliche Ziel in Frage, diese von der Kiefer dominierten Waldgebiete mit Laubbaumarten anzureichern. Deswegen wurde seit 1996 eine neue Bekämpfungsstrategie entwickelt, die zum Ziel hat, durch Ausbringung eines Insektizids die weiblichen Käfer vor der Eiablage abzutöten. Bis 2008 wurden hierzu mehrere Male Pflanzenschutzmittel vom Boden und aus der Luft ausgebracht. Im Rahmen des Projekts soll analysiert werden, ob mit diesen Maßnahmen das Ziel erreicht wurde, die Engerlingsdichte so zu reduzieren, dass die Laubbaum-Jungwüchse nicht mehr gefährdet sind. Weiterhin soll analysiert werden, inwieweit die Bekämpfungsmaßnahmen sich mit den Naturschutzzielen vereinbaren lassen und somit gegenüber der Öffentlichkeit verantwortbar sind. Die Analysen sollen die Entscheidungsgrundlage für die Landesforstverwaltung in Bezug auf das weitere Vorgehen in Sachen Waldmaikäfer bilden.

Harvestergestützte Stockbehandlung als integrierte Maßnahme gegen die Stockfäule der Fichte

Im Rahmen eines Stützpunktversuch der FD Tübingen werden bei der mechanisierten Durchforstung Fichtenstubben mit dem Antagonisten Phlebiopsis gigantea behandelt. Damit soll die Ausbreitung der Stockfäule im verbleibenden Bestand vermindert werden. Es geht insbesondere darum, die Ausbringungseffizienz zu optimieren, sowie den Behandlungserfolg unter hiesigen Verhältnissen zu kontrollieren.

Untersuchungen zur integrierten Bekämpfung des Waldmaikäfers (Melolontha hippocastani)

Seit 1996 wird eine neue Strategie zur Bekämpfung des Waldmaikäfers entwickelt, die sich am Verhalten der adulten Käfer orientiert, sich zum Reifefraß auf bestimmten prognostizierbaren Flächen zu konzentrieren. Um eine Reduktion der Population unter die waldbaulich relevante Schadensschwelle zu bewirken, sollen solche Flächen zum Zeitpunkt des Reifefraßes mit einem Insektizid mit Fraßgiftwirkung behandelt werden, um möglichst viele Weibchen vor der Eiablage abzutöten. Hierzu sind noch viele offene Fragen zu klären bezüglich der Populationsentwicklung und ihrer Einflussfaktoren sowie bezüglich des Reifefraß- und Eiablageverhalten der Käfer bei unterschiedlichen bestandesstrukturellen und phänologischen Rahmenbedingungen.

F+E-Vorhaben 'Beech Forest Network of Europe'

Untersuchung ausgewählter Fragestellungen des integrierten Waldschutzes gegen den Buchdrucker (Ips typographus L.) mit Hilfe des individuenbasierten Modells 'IPS 2.0'

Mit diesem Vorhaben sollen folgende Fragestellungen für den Waldschutz in Sachsen bearbeitet werden: 1. Können Modelleinstellungen insbesondere hinsichtlich der Parameter Attraktivität und Wahrnehmungsentfernung gefunden werden, mit denen publizierte Freilanduntersuchungen zum Fang-Wiederfang reproduziert werden? 2. Welchen Einfluss haben Veränderungen in der Attraktivität der Randbäume von Freiflächen auf die Ergebnisse von PIETZSCh 2016 zum Befallserfolg und zur Befallsmenge? 3. Können mit Hilfe von IPS 2.0 die derzeit berücksichtigten Einsatzbedingungen von Trienet P zur Stehendbefallsreduktion weiter spezifiziert und die von pheromonbeköderten Fallensystem zum Monitoring der Schwärmaktivität des Buchdruckers weiter standardisiert werden. sodass mit den beiden parametrisierten Systemtypen Empfehlungen für die Maximierung der Wirksamkeit je Anwendungsbereich abgeleitet werden können?

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