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Bundesbehörden vertiefen Zusammenarbeit zur Klimaanpassung

<p> <p>Hitzeperioden gehören zu den zentralen Herausforderungen der Anpassung an den Klimawandel in Deutschland. Um die Vorbereitung auf klimabezogene Belastungen weiter zu stärken, arbeiten fünf Bundesbehörden (u.a. das UBA) künftig noch enger in der Strategischen Behördenallianz Klimaanpassung in Bevölkerungsschutz und räumlicher Planung zusammen.</p> </p><p>Hitzeperioden gehören zu den zentralen Herausforderungen der Anpassung an den Klimawandel in Deutschland. Um die Vorbereitung auf klimabezogene Belastungen weiter zu stärken, arbeiten fünf Bundesbehörden (u.a. das UBA) künftig noch enger in der Strategischen Behördenallianz Klimaanpassung in Bevölkerungsschutz und räumlicher Planung zusammen.</p><p> <p>Beteiligt sind das <a href="https://www.bbk.bund.de/DE/Home/home_node.html">Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)</a>, das <a href="https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/startseite/_node.html">Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)</a>, der <a href="https://www.dwd.de/DE/Home/home_node.html">Deutsche Wetterdienst (DWD)</a>, das Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) und das <a href="https://www.thw.de/DE/Startseite/startseite_node.html">Technische Hilfswerk (THW)</a>.</p> <p>Die Allianz baut auf einer seit 2007 bestehenden Kooperation auf und soll die gesellschaftliche Vorsorge im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels, insbesondere Extremwetterereignisse, in Bevölkerungsschutz und räumlicher Planung verbessern. Sie bündelt ressortübergreifendes Fachwissen, schafft Synergien und entwickelt Empfehlungen, die Politik und Praxis direkt nutzen können – so zuletzt im Umgang mit <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/starkregen">Starkregen</a> im Bevölkerungsschutz. Ergebnisse sollen auch öffentlich zugänglich gemacht werden, etwa in Form von Positionspapieren.</p> <p>Zum Auftakt trafen sich die beteiligten Behörden am 17. Dezember 2025 in Bonn zu einem gemeinsamen Workshop. Ziel war es, Schnittstellen zwischen Bevölkerungsschutz und räumlicher Planung im Hinblick auf ihre Beiträge zur Klimaanpassung für Hitzeperioden zu identifizieren und Arbeitsziele für den Zeitraum 2025–2027 zu definieren.</p> <p><strong>Tobias Fuchs, Vorstand für <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> und Umwelt im Deutschen Wetterdienst</strong>: „Wir beobachten bereits jetzt eine Zunahme von heißen Tagen und Hitzewellen in Deutschland und die Klimasimulationen für die Mitte und das Ende dieses Jahrhunderts gehen von einer weiteren Zunahme aus. Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/anpassung-an-den-klimawandel">Anpassung an den Klimawandel</a> ist essentiell, um die Folgen für die Gesellschaft möglichst gering zu halten und etwaige Chancen nutzbar zu machen. Der DWD stellt hierfür wichtige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/wetter">Wetter</a>- und Klimadaten bereit.“</p> <p><strong>Dr. Peter Jakubowski, stellvertretender Leiter des BBSR</strong>: „Hitzeperioden belasten die Menschen besonders in dicht bebauten städtischen Räumen, weil Gebäude und versiegelte Flächen Wärme speichern. Unsere Bundesbehörden arbeiten gemeinsam an Lösungen, die die gebaute Umwelt an diese Bedingungen anpassen. Das Klimaanpassungsgesetz unterstreicht dabei die Bedeutung einer vorausschauenden und integrierten Planung.“</p> <p><strong>Dr. René Funk, Vize-Präsident des BBK</strong>: „Auf den Bevölkerungsschutz muss Verlass sein – angesichts der sicherheitspolitischen Lage heute mehr denn je. Deshalb ist es wichtig, dass sich das Bevölkerungsschutzsystem an den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> anpasst. Wir brauchen eine robuste Vorsorgeplanung, um die Durchhaltefähigkeit zu sichern und das Schutzniveau für die Bevölkerung in Deutschland aufrechterhalten zu können. Das alles geht nur im Team, daher ist die behördenübergreifende Zusammenarbeit bei diesem Thema so gut und wichtig.“</p> <p><strong>Florian Weber, THW-Abteilungsleiter Einsatz</strong>: „Gefahren durch den Klimawandel sind ein wichtiger Bestandteil der Katastrophenprävention in Zeiten weltweit zunehmender Wetterereignisse. Die Folgen spüren wir im THW unmittelbar, was vor allem eines bedeutet: immer häufigere und immer komplexere Einsatzlagen. Für Deutschland sind beispielsweise Großeinsätze wie beim Hochwasser zum Jahreswechsel 2023/2024 oder nach dem Starkregen Bernd 2021 zu nennen. Im THW passen wir deshalb Ausbildung, Ausstattung und die Einsatztaktik konsequent an. Dabei sind Übungen und die Vernetzung mit Partnern in der Gefahrenabwehr und im Bevölkerungsschutz weitere wichtige Faktoren, um die Einsatzbereitschaft jederzeit sicherzustellen. Außerdem sind wir dabei, unsere THW-Liegenschaften zu modernisieren und sie dann mit dem EU-Umweltschutzsiegel <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/emas">EMAS</a> zertifizieren zu lassen.“</p> <p><strong>Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des UBA</strong>: „Konsequenter <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> ist die wichtigste Maßnahme, um dem Klimawandel zu begegnen. Wir müssen aber auch Vorsorge für nicht mehr vermeidbare Folgen des Klimawandels treffen. Denn extreme Wetterereignisse mit gravierenden Folgen sind auch bei uns immer wahrscheinlicher. Darum gehört die Klimawandelanpassung in alle Lebensbereiche. Mit der strategischen Behördenallianz bündeln wir unser Wissen, damit wir in Deutschland besser vorbereitet sind.“</p> <p><strong>Fachliche Schwerpunkte der beteiligten Behörden:</strong></p> <ul> <li><strong>BBK:</strong> Krisenübungen zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/duerre">Dürre</a> und Hitze (LÜKEX26), Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes und der zivilen Verteidigung unter klimabezogenen Belastungen, Analyse von Klimarisiken für kritische Infrastrukturen.</li> <li><strong>BBSR:</strong> Strategien für klimaresiliente Stadt- und Raumplanung, Forschung zu hitzeempfindlichen Quartieren, bauliche Anpassungsmaßnahmen, Förderung praxisnaher Lösungen in Städten und Regionen.</li> <li><strong>DWD</strong>: Amtliche Hitzewarnungen, Klimadaten, -vorhersagen und -projektionen, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bodenfeuchte">Bodenfeuchte</a>- und Trockenheitsmonitoring, Waldbrand- und Graslandfeuerindex, Stadtklima-Analysen und Beratung.</li> <li><strong>THW:</strong> Technische Hilfeleistungen bei Waldbränden, Trockenheit, Hochwasser, Sturmschäden und kritischen Infrastrukturstörungen (z. B. Damm- und Deichsicherung, Pumparbeiten, Notinstandsetzung), Rettung und Bergung von Personen, Räum- und Sicherungsarbeiten, Trinkwasserversorgung, Transport- und Logistikunterstützung, Einsatzführung und Fachberatung.</li> <li><strong>UBA:</strong> Analyse zentraler Klimarisiken, Empfehlungen zur Klimawandelanpassung inkl. Hitzeschutz und Stadtbegrünung, praxisorientierte Werkzeuge und Hilfestellungen wie Hitzeknigge, Klimalotse und Anpassungsscanner.</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Regionale und lokale Klimafolgenanpassung

Unter Klimaanpassung versteht man alle Handlungen, die die Auswirkungen des Klimawandels auf ein System reduzieren und damit die Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen Veränderungen oder Extremereignissen erhöhen. Der Begriff System ist sehr weit gefasst. Darunter kann beispielsweise eine einzelne Person, eine Stadt, ein Landkreis, ein Unternehmen oder aber ein ganzes Land verstanden werden. Auch die Betrachtung von Teilsystemen ist üblich. Die Landwirtschaft oder ein bestimmter Fluss wären so ein Teilsystem. Abgesehen von Anpassungsstrategien und Anpassungskonzepten – welche in der Regel ganzheitlichen Charakter besitzen – beziehen sich konkrete Anpassungsmaßnahmen meistens auf eine oder mehrere ausgewählte Klimafolgen, wie beispielsweise Hitze oder Hochwasser. Woran genau sollte ich mich anpassen? Diese Frage lässt sich leider wie so oft nicht einfach beantworten. Grob gesagt, stellt der Klimawandel uns vor zwei verschiedene Herausforderungen. Zum einen sind das relativ langfristige und kontinuierlich ablaufende Veränderungen. Durch die globale Erwärmung wird es auch bei uns im Mittel immer wärmer. Diese Temperaturänderungen sowie die damit verbundenen Klimafolgen – temperaturbedingte Veränderungen von Flora und Fauna, Abschmelzen der meisten Gletscher, Erhöhung der Wassertemperaturen und vieles mehr – lassen sich gut beobachten und in die Zukunft projizieren . Diese kontinuierliche Klimaveränderung bewirkt jedoch diskontinuierliche Folgephänomene: Die Zunahme von Extremwetterereignissen . Beispiele hierfür sind Hitzewellen, Hoch- und Niedrigwasserereignisse, Trockenheit und Dürre oder Starkregenereignisse. Aufgrund der Seltenheit dieser Ereignisse lassen sich hierzu viel schwerer verlässliche Aussagen hinsichtlich der Veränderung von Häufigkeit, Intensität oder Dauer treffen. Fest steht jedoch: Das Wetter wird in Zukunft extremer! Grundlegendes Vorgehen Das Problem ist also komplex. Um hier Klarheit zu schaffen, hilft es schrittweise und systematisch vorzugehen. Der Weg zur erfolgreichen Klimaanpassung folgt in der Regel immer nachfolgendem Schema – egal für welches System und egal für welche Klimaänderung: Problem erkennen und Verständnis vermitteln Bewertung von Klimarisiken (Betroffenheitsanalyse), Identifikation von Handlungsoptionen (Anpassungsmaßnahmen entwickeln), Umsetzung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel Monitoring und Evaluation (Erfolgskontrolle) Durch dieses sich wiederholende und systematische Vorgehen existieren mittlerweile eine Vielzahl an Onlineangeboten, Broschüren, best-practice-Beispielen und Handlungsempfehlungen, auf die zurückgegriffen werden kann. Für Kommunen gibt es einen speziellen Leitfaden für die Anpassungsplanung ( Klimalotse ). Das Zentrum Klimaanpassung bietet darüber hinaus eine Vielzahl von Unterstützungsangeboten. Wo bekomme ich die ganzen Informationen her? Je nach Umfang und Komplexität der geplanten Anpassungsmaßnahmen sind in der Regel standort- und problemspezifische eigene Untersuchungen notwendig. Das heißt jedoch nicht, dass im Einzelfall mit den bereits existierenden Informationen keine erfolgreiche Anpassung erfolgen kann. Die Aufzählung orientiert sich an o. g. Schema: Welche Klimaveränderungen bisher stattgefunden haben, kann auf dem Regionalen Klimainformationssystem der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ( ReKIS ) nachgeschaut werden. Wie sich das Klima in Zukunft ändern wird, kann in der Studie „Klimamodellauswertung Sachsen-Anhalt 1961-2100“ nachgelesen werden ( Endbericht , Synthesebericht ). Für die Betroffenheitsanalyse kann auf die Klimawirkungs- und Risikoanalyse des Bundes , die Seite „ Klimafolgen Deutschland “ des Umweltbundesamtes oder die Klimafolgenindikatoren des LAU verwiesen werden. Die Strategie des Landes zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zeigt Handlungsoptionen auf Bundeslandebene auf. Wie die Entwicklung von kommunalen Anpassungsmaßnahmen aussehen kann, zeigt diese Seite des ReKIS, basierend auf den Ergebnissen des KlimaKonform -Projektes. Eine Seite mit vielen gelungenen Anpassungsmaßnahmen ist die Tatenbank des Umweltbundesamtes. Wie die Erfolgskontrolle von Anpassungsmaßnahmen aussehen kann, zeigt der Monitoringbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie . Der Monitoringbericht zur Anpassungsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt findet sich hier . Sie fühlen sich erschlagen? Ohne viel Zeit zu investieren, sind all diese Informationen und vor allem Zusammenhänge kaum zu fassen. Die Kolleginnen und Kollegen des Dezernates befassen sich tagtäglich mit dem Klimawandel, seinen Auswirkungen und auch mit den Fragen der Anpassung. Wenn Sie eine Anpassungsplanung vornehmen möchten oder eine Frage zu einer konkreten Anpassungsmaßnahme haben, können Sie gerne auf uns zukommen. Wir können Sie sicher unterstützen! Das Bundes-Klimaanpassungsgesetz Mit dem zum 01.07.2024 in Kraft getretenen Bundes-Klimaanpassungsgesetz ( KAnG ) liegt erstmalig eine verbindliche Regelung zur Klimaanpassung auf Bundesebene vor. Ziel des Gesetzes ist es, eine flächendeckende und systematische Analyse von Betroffenheiten und Anpassungserfordernissen auf regionaler und lokaler Ebene im gesamten Bundesgebiet sicherzustellen. Das KAnG verpflichtet die Länder, diejenigen öffentlichen Stellen zu bestimmen, die für die Gemeinden und/ oder Landkreise Klimaanpassungskonzepte erstellen sollen. Die Länder sollen weiterhin die öffentliche Stellen in die Lage versetzen, Betroffenheitsanalysen zu erstellen und ein planmäßiges Vorgehen im Bereich Klimaanpassung unterstützen. Nähere Informationen dazu werden zu gegebener Zeit auf der Seite des Ministeriums für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt veröffentlicht. Letzte Aktualisierung: 05.08.2025

Anpassung an die Folgen der Klimaänderungen

<p> <p>Das globale Klima ändert sich und damit ändern sich auch die Lebensbedingungen in Deutschland. Das Umweltbundesamt fördert die aktive Anpassung an den Klimawandel. Das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) ist Wegweiser und Ansprechpartner für Anpassungsaktivitäten in Deutschland und fungiert als Schnittstelle zwischen Klimafolgenforschung, Gesellschaft und Politik.</p> </p><p>Das globale Klima ändert sich und damit ändern sich auch die Lebensbedingungen in Deutschland. Das Umweltbundesamt fördert die aktive Anpassung an den Klimawandel. Das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) ist Wegweiser und Ansprechpartner für Anpassungsaktivitäten in Deutschland und fungiert als Schnittstelle zwischen Klimafolgenforschung, Gesellschaft und Politik.</p><p> Klimawandel und Anpassung in Deutschland <p>Der Klimawandel ist längst da, auch in Deutschland spüren wir ihn schon. Die Folgen sind vielfältig: Der Klimawandel hat Einfluss auf unser Wohnen, Arbeiten und unsere Gesundheit. Alle vier Jahre gibt der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/106954">Monitoringbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie</a> einen Überblick über Folgen des Klimawandels und Anpassung in Deutschland. Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/87141">Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021</a> (KWRA) des Bundes ist die umfangreichste Analyse zu Risiken und Wirkungen des Klimawandels in Deutschland (siehe Themen-Artikel: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/14178">Risiken und Anpassungspotential</a>). Anpassung an den Klimawandel hilft, besser mit dessen Folgen umzugehen, Schäden zu verringern und gegebenenfalls existierende Chancen zu nutzen. Vor diesem Hintergrund betreiben Bund und Länder eine aktive und vorausschauende Anpassungspolitik (siehe Themen-Artikel&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/70371">Anpassung an den Klimawandel</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/66170">Klimafolgen und Anpassung</a>).</p> <p>Auf den Internetseiten des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/70366">Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung</a> im Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/kompass">KomPass</a>) finden Sie einen Überblick über die aktuellen Tätigkeiten des Bundes und der Länder. Zusätzlich können Sie auf eine Vielzahl von Informationen zu Klimaanpassung, möglichen Maßnahmen und Beispielen zugreifen. In der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/13836">Tatenbank</a> werden konkrete Projekte und zahlreiche Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland vorgestellt.</p> <p>Mit dem Bundespreis „Blauer Kompass“ werden regelmäßig Projekte zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Rahmen eines <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/11799">Wettbewerbs Blauer Kompass</a> prämiert. Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/33047">Klimalotse</a> ist ein Leitfaden, der Entscheidungsträger in Städten und Gemeinden etwa in Umweltämtern oder in der Stadtplanung dabei unterstützt, die Risiken des Klimawandels zu umschiffen und Chancen gezielt zu verfolgen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/364/bilder/deutsche_anpassungsstrategie_artikelbild_susannekambor_1.jpg"> </a> <strong> Die Deutsche Anpassungsstrategie schafft einen Rahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. </strong> Quelle: Susanne Kambor / Umweltbundesamt </p><p> Klimawandel und Anpassung in der EU <p>Als deutsche Anlaufstelle für die Belange der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/anpassung-an-den-klimawandel">Anpassung an den Klimawandel</a> ist <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/kompass">KomPass</a> auch Partner für EU-weite Aktivitäten und Projekte zum Thema. KomPass kooperiert eng mit den nationalen Umweltämtern unserer Nachbarstaaten, der Europäischen Umweltagentur sowie der Europäischen Kommission, DG for Environment und DG Clima (Themenartikel: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/14477#climate-adapt">Anpassung auf EU-Ebene</a>). Auf europäischer Ebene unterstützt die gemeinsame Plattform der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur <a href="https://climate-adapt.eea.europa.eu/">Climate-ADAPT</a> den Anpassungsprozess in Europa.</p> </p><p> Klimaanpassung International <p>Das Umweltbundesamt ist auch international in die Themen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/anpassung-an-den-klimawandel">Anpassung an den Klimawandel</a> eingebunden und speist die deutsche Expertise in Vorhaben des <a href="https://unfccc.int/news/climate-adaptation-opportunity-to-build-a-better-world">UNFCCC </a>und <a href="https://www.oecd.org/en/topics/climate-adaptation-and-resilience.html">OECD </a>ein.</p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

Das Spandauer Gymnasium setzt sich in allen Handlungsfeldern des Umwelt- und Klimaschutzes ein. Die Gymnasiasten erhalten einen praktischen und umfassen Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten, selber aktiv zu werden und etwas zu bewegen. Dabei orientiert sich die Schule eng an den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030. Beirat für Nachhaltigkeit Der Beirat für Nachhaltigkeit am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium setzt sich für eine dauerhafte und beständige Arbeit der Schüler- und Lehrerschaft für die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung ein. Dazu entwickelte der Beirat, welcher aus Schülerinnen, Lehrern und Eltern besteht, ein Curriculum zur Nachhaltigkeit. Dieses hält die Maßnahmen und Ziele für mehr Klimaschutz an dem Spandauer Gymnasium fest. Darüber hinaus berät das Gremium bei der Schulkonferenz und koordiniert die verschiedenen Klimaschutz-Aktivitäten der Schule. Wie tief das Umweltbewusstsein der Schulgemeinschaft verwurzelt ist, zeigt sich beispielsweise an dem Motto 2019 des Schulfestes „Stein Rocks“, welches alle zwei Jahre stattfindet: Stein rocks for future and fun. Unter anderem konnten sich Besucherinnen und Besucher auf einem Energie-Fahrrad oder beim „Müll-Basketball“ austoben, an verschiedenen Ständen zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit informieren oder im Upcycling ausprobieren. Bestand der Schulhof im Jahr 2017 noch überwiegend aus grauem Beton, leuchtet Besucherinnen und Besuchern dank der harten Arbeit der klassenübergreifenden Garten-AG heute ein buntes Farbenmeer entgegen. Blumen, Kräuter und Gemüsepflanzen zieren die Beete und Hochbeete des Schulgartens. Mit kunterbunten Nistkästen, bienenfreundlichen Pflanzen und Insektenhotels laden die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Lebewesen dazu ein, sich auf dem Schulhof niederzulassen. Natürlich heißt die „Stein-Oase“ auch Zweibeiner willkommen: Upcycelte Sitzmöbel laden Schülerinnen und Schüler dazu ein, es sich unter den Bäumen des Schulhofes gemütlich zu machen. Zahlreiche Fahrradständer erlauben es der Lehrer- und Schülergemeinschaft, ihren Schulweg klimafreundlich zu gestalten. Der Schulgarten wird von der Garten-AG gepflegt und weiterentwickelt. Jede Schulklasse der Jahrgangsstufen 5 bis 9 ist zudem für die Gestaltung eines Klassenbeets verantwortlich. Das Engagement der Schülerschaft wird nicht nur durch eine reiche Obst- und Gemüseernte belohnt, sondern ebenfalls durch die Verleihung der Auszeichnung „Umweltschule in Europa“. Natürliche Ressourcen sind ebenso begrenzt wie die Fähigkeit der Umwelt, den Abfall- und Emissionsausstoß der Menschen zu bewältigen. An dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium gelten deshalb stringente Regeln zum Umgang mit Energie und Abfall. So sorgen Klimalotsen in jedem Klassenzimmer für die Einhaltung gewisser Grundregeln zur Abfalltrennung und Nutzung elektronischer Geräte. Auch der Wasserverbrauch an der Schule soll in Zukunft gesenkt werden. Auch die Aufstellung von Trinkwasserspendern ist geplant. Auf dem Schulgelände gilt ein Mülltrennungssystem. Regelmäßig veranstaltet die Schule zudem Papiersammel-Aktionstage und nimmt an einem Altpapiersammelwettbewerb teil. Mit zwei Kompoststellen verwertet das Gymnasium biologische Abfälle weiter. Weiterhin arbeitet der Beirat für Nachhaltigkeit an Lösungen für eine plastikfreie Schule. Der gesamte Schulalltag am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ist von dem Nachhaltigkeitsgedanken geprägt. In der Lehre wie bei Schulausflügen befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Themenkomplex des Klimaschutzes. Darüber hinaus legen regelmäßige Aktionen einen Fokus auf bestimmte Aspekte der Nachhaltigkeit. In der Vergangenheit organisierte das Gymnasium bereits Müllsammel-Wandertage, die Teilnahme an „Plant for the Planet“, Informationstage zu erneuerbaren Energien, Sammelaktionen für alte Handys und Tablets oder etwa die erfolgreiche Teilnahme an der Aktion „Stadtradeln“. Auch die Schulcafeteria zeigt sich umweltbewusst: Anstelle von Einweggeschirr gibt es für Besteck und Geschirr ein Pfandsystem. Auch eigene To-go-Becher werden befüllt. Einsatz neuer Technik | Heiz-Management | Ökologisches Schulessen | Trinkwasserspender | Abfallvermeidung | Abfalltrennung | Recycling | Upcycling | Schulgarten | Biodiversität | Umweltfreundliche Klassenfahrten | Umweltfreundlicher Schulweg | Schulprogramm | Projekte Das öffentliche Gymnasium in Spandau bietet derzeit rund 880 Schülerinnen und Schülern einen Platz. 84 Lehrkräfte unterrichten an dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Der Campus liegt unweit der Berliner Zitadelle. Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium hat den Anspruch, eine Schule des sozialen Lernens und Miteinanders zu sein, welche Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernimmt. In diesem Sinne möchte das Gymnasium seine Schützlinge zu demokratischen, sozial wie fachlich kompetenten und lösungsorientierten Bürgern erziehen. Besonderer Fokus liegt dabei auf dem Mitarbeiter der Lehrer- und Schülerschaft, sodass die Jugendlichen ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen individueller Lebensweise und aktiver Partizipation am Gemeindewesen finden können. Umweltschule in Europa Bild: halfpoint/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Spandau Übersicht: Diese Spandauer Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: Dmyrto_Z/Depositphotos.com Handlungsfelder im Klimaschutz Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

Öffentliche Fachkolloquien des LAU Informationsveranstaltungen/Seminare (Anmeldung erforderlich)

Hinweis: Die hier bereit gestellten Dokumente sind nicht barrierefrei. 15.12.2011 Neue Aspekte in der grünen Gentechnik – Herausforderungen für die experimentelle Überwachung Einladung Vortrag (pdf-Datei 687 KB) 26.01.2012 Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel: Vom "Klimalotsen" bis zu den Verhandlungen in Durban Einladung Vortrag (pdf-Datei 1,4 MB) 01.03.2012 Berücksichtigung der Begleitfauna von FFH-Lebensraumtypen bei der Managementplanung Einladung 19.04.2012 Regionales Klimainformationssystem Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen Einladung Vortrag (pdf-Datei 470 KB) 27.09.2012 Ultrafeine Partikel – Messergebnisse und deren Nutzung Einladung Vortrag (pdf-Datei 5,9 MB) 25.10.2012 Untersuchungsergebnisse von Abfällen aus thermischen Abfallbehandlungsanlagen Einladung Weiterführende Informationen 29.11.2012 Sensibilisierung zum Vogelschutz in Sachsen-Anhalt - Broschüre über die EU-Vogelschutzgebiete in Sachsen-Anhalt Einladung Hinweis: Die hier bereit gestellten Dokumente sind nicht barrierefrei. 31.01.2012 Informationsveranstaltung zur Abfallbilanz 2010/2011 Einladung Vorträge

Forschungsbasierte Methoden unterstützen kommunale Klimaanpassung

<p> <p>Gemeinsam mit kommunalen Praxisakteuren entwickelt das Umweltbundesamt forschungsbasierte Methoden und Anwendertools zur Klimaanpassung. Dafür erprobten etwa regionale Netzwerke Peer-Learning-Ansätze. Die Hansestadt Stralsund entwickelte eine Zukunftsvision, in Halle (Saale) und Rostock fanden Ideen- und Kooperationsbörsen statt. Zudem unterstützt das UBA Kommunen mit dem „Klimalotse“-Leitfaden.</p> </p><p>Gemeinsam mit kommunalen Praxisakteuren entwickelt das Umweltbundesamt forschungsbasierte Methoden und Anwendertools zur Klimaanpassung. Dafür erprobten etwa regionale Netzwerke Peer-Learning-Ansätze. Die Hansestadt Stralsund entwickelte eine Zukunftsvision, in Halle (Saale) und Rostock fanden Ideen- und Kooperationsbörsen statt. Zudem unterstützt das UBA Kommunen mit dem „Klimalotse“-Leitfaden.</p><p> <p>Temperaturrekorde, Dürreperioden und Überflutungsschäden machen die Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland immer deutlicher spürbar. Während viele Kommunen in den vergangenen Jahren Klimanotstände ausgerufen und Klimaschutzziele beschlossen haben, stehen kommunale Bemühungen zur Klimaanpassung sowohl bezüglich des Umfangs an Aktivitäten als auch der dahinterstehenden Ressourcen häufig hintenan.</p> <p>Auch zeigen sich deutliche strukturelle Muster: Während viele Großstädte sowie vereinzelte kleinere Kommunen und regionale Verbunde – oft unterstützt durch Forschungsprojekte – mit Klimaanpassungskonzepten und Maßnahmenplänen voranschreiten, ist ein Großteil kleiner bis mittelgroßer Städte zum Thema Klimaanpassung noch weitestgehend inaktiv.</p> <p>Meist fehlen personelle Ressourcen, um Fördermittel zu beantragen, Klimaanpassungsmaßnahmen in laufende Planungsverfahren einzubringen oder größere partizipative Prozesse aufzusetzen. Das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> hat daher mit kommunalen Praxisakteuren Methoden erprobt und entwickelt, die nun vor Ort fortgesetzt werden und anderen Kommunen zur Nachahmung bereit stehen.</p> <p><strong>Meine Erkenntnis, deine Erkenntnis – Kommunen tauschen sich regelmäßig aus</strong></p> <p>Dabei lag der Fokus auf der Entwicklung von kommunalen Netzwerken, die sich als Mehrwert für den Austausch und die gemeinsame Bearbeitung von Inhalten unterschiedlich fortgeschrittener Kommunen bereits im Klimaschutzbereich als Erfolgsmodell bewährt haben. Dieser Netzwerkansatz wurde daher im UBA-Forschungsvorhaben „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/82517">Kommunen vernetzen</a>“ auch im Bereich Klimaanpassung erprobt.</p> <p><strong>Bodensee und Oberschwaben, Schleswig-Holstein und das Emsland</strong></p> <p>Das Projekt „Kommunen vernetzen“ arbeitete mit den Netzwerken Bodensee und Oberschwaben, Schleswig-Holstein sowie Emsland zusammen. Vorteile dieser Regionen in Bezug auf Übertragbarkeit und Erfolgsaussichten sind, dass bereits bestehende Netzwerke mit kommunalen Mitgliedern in verwandten Themenfeldern wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> existieren, die Regionen eine unterschiedliche Größe, Lage und Struktur haben und das Thema Klimaanpassung vertiefen wollen.</p> <p><strong>Neuen Herausforderungen mit neuen Methoden begegnen</strong></p> <p>Bereits zu Beginn von „Kommunen vernetzen“ zeigte sich, dass Klimaanpassung für die meisten Netzwerkmitglieder eine neue Thematik darstellte und einer entsprechenden individuellen fachlichen Begleitung bedurfte. Ein einführender Ideenworkshop brachte die Netzwerke zusammen, wobei das Projektteam mit den einzelnen Netzwerken die jeweilige Betroffenheit analysierte und Themenschwerpunkte der Zusammenarbeit definierte. Um den fachlichen Austausch – insbesondere zu Pandemiezeiten – zu fördern, wurde eine Online-Austauschplattform errichtet. Der Wissenstransfer und das Peer-Learning fanden nachfolgend in drei Lernwerkstätten je Netzwerk statt. Die Themen setzten die Netzwerkmitglieder selbst. Das Projektkonsortium, Mitarbeitende des Umweltbundesamtes und externe Referent*innen brachten zusätzliche Impulse ein.</p> <p><strong>Ergebnisse der Netzwerksarbeit stehen zur Nachnutzung bereit</strong></p> <p>Durch eine begleitende Evaluierung entwickelte das Projektteam im Vorhaben „Kommunen vernetzen“ die Formate der Zusammenarbeit kontinuierlich weiter. Um ihre Aktivitäten zu verstetigen erarbeiteten die Netzwerke Road-Maps, welche die nächsten Schritte und gemeinsame Projektideen beinhalten. Für Ihre Öffentlichkeitsarbeit präsentieren sich die drei Netzwerke in Kurzfilmen, die auf der Projektseite angesehen werden können. Erfolgreich in den Netzwerkworkshops angewendete Formate und Vorgehensweisen zur Netzwerkarbeit, die sich in den Regionen unterschieden, sind in fünf Methodensteckbriefen festgehalten.</p> <p><strong>Fokus auf konkrete Themen</strong></p> <p>Die Arbeit hat gezeigt: Wenn Kommunen voneinander lernen wollen, um Klimaanpassung besser in ihre Arbeit integrieren zu können, sollten „Vorreiter-“ und „Anfänger-Kommunen“ gemeinsam in den Austausch kommen. Der Austausch in Netzwerken hilft, typische Fehler zu vermeiden und schneller gute Lösungswege zu finden. Erfolgversprechend ist zudem, wenn das Thema Klimaanpassung in ein etabliertes, bereits vertraut zusammenarbeitendes Netzwerk integriert werden kann. Bei der Planung des Austausches ist es oft hilfreicher, sich auf konkrete Themen zu fokussieren, anstatt in einer großen Themenvielfalt unterzugehen. Gute Praxisbeispiele sollten als Baustein der Treffen regelmäßig präsentiert werden. Damit Netzwerke aktiv bleiben, ist mindestens eine zuständige engagierte Person ausschlaggebend, welche organisatorisch wie inhaltlich die Fäden in der Hand hält.</p> <p><strong>Hansestadt Stralsund: Mit einer positiven Zukunftsvision weitere Akteure einbinden</strong></p> <p>Die Hansestadt Stralsund entwickelte gemeinsam mit der Bevölkerung eine Zukunftsvision. Es wurde also gemeinsam mit der Stadtgesellschaft getüftelt. Lokale Planungsprozesse wurden partizipativ gestaltet und öffentliche und private Akteure für notwendige Veränderungen hin zu einer klimaresilienten Kommune mobilisiert.</p> <p>In einer dreiteiligen Online-Veranstaltungsreihe „Stralsund im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a>“ diskutierten verschiedene Akteure der Stadtgesellschaft im Frühjahr 2021 über ihre Zukunftsvorstellungen für eine grüne, klimaangepasste Stadt. Nachdem die Teilnehmenden die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96375">Zukunftsvision „Stralsund – die grüne Stadt am Wasser 2045“</a> ausformuliert und bebildert hatten, identifizierten sie erste passende Klimaanpassungsmaßnahmen und Akteure für deren Umsetzung. Die Ergebnisse gingen in den Masterplan Stadtgrün und das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ein.</p> <p>Für die Visionsentwicklung nutzte das Projektteam die Methode des „Appreciative Inquiry (AI) – Wertschätzendes Erkunden“. Hierbei werden positive Erlebnisse und Erfahrungen in den Blick genommen. Durch den Fokus auf das Thema Stadtgrün gelang es Klimaanpassung auch für Bürger*innen überschaubar zu halten. Unterstützt durch ein Graphic Recording entstanden aus den Diskussionen mehrere thematische Zukunftsbilder.</p> <p><strong>Halle (Saale) und Rostock: Lokale Partnerschaften helfen Maßnahmen umzusetzen</strong></p> <p>Anders gingen die Städte Halle (Saale) und Rostock vor. Hier fanden Ideen- und Kooperationsbörsen statt. Dieses Format ermöglicht den Teilnehmenden, konkrete Initiativen zur Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen zu skizzieren und Kooperationen zu vereinbaren. In Rostock und Halle (Saale) kamen hierfür jeweils Menschen aus Behörden, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und engagierte Bürger*innen in einer Online-Veranstaltung zusammen. In Rostock wurden so im September 2020 mehr als <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/90876">20 Projektideen</a> und in Halle (Saale) im April 2021 circa <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/90666">40 Projektideen</a> entwickelt und Partnerschaften angestoßen. Aus diesen jüngsten und vorangegangenen Erfahrungen mit insgesamt acht durchgeführten Ideen- und Kooperationsbörsen hat das Projektteam einen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/93520">Leitfaden für die Vorbereitung und Durchführung des Veranstaltungsformats</a> entwickelt.</p> <p><strong>Der Klimalotse liegt nun aktualisiert vor</strong></p> <p>Pilotprojekte sind gut, helfen aber nur einzelnen Akteuren und Kommunen. Deshalb bietet das UBA ergänzend den Klimalotsen an. Der Klimalotse ist ein <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/33047">Leitfaden, der unterstützt, die Risiken des Klimawandels zu umschiffen und Chancen gezielt zu verfolgen</a>. Er richtet sich vor allem an Entscheidungstragende in Städten und Gemeinden, etwa in Umweltämtern oder in der Stadtplanung.</p> <p>Der Leitfaden wurde jüngst umfangreich aktualisiert und um viele Handlungsempfehlungen sowie Hinweisen zu weiteren Werkzeugen, Praxisbeispielen und Fördermöglichkeiten ergänzt. So werden etwa in speziellen Textboxen Hinweise zu Partizipation und Öffentlichkeitsarbeit gegeben. Weiterhin orientieren sich Aufbau und zentrale Begriffe des aktualisierten Klimalotsen nun an den aktuellen internationalen Standards zu Klimaanpassung und Klimarisikoanalysen.</p> <p>Der Klimalotse 3.0 ist frei zugänglich und leitet in fünf Modulen durch die Auseinandersetzung mit ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimafolgen">Klimafolgen</a>⁠ und Anpassung. Für Kommunen, die mit dem Thema Anpassung noch keine weitreichenden Erfahrungen haben, bietet sich eine Bearbeitung der Module nacheinander an. Nutzerinnen und Nutzer können jedoch auch je nach Bedarf und Stand der Diskussion in ihrer Kommune einzelne Module unabhängig voneinander bearbeiten. Etwa für kommunale Klimarisikoanalysen oder die Umsetzung von Maßnahmen.</p> <p><em>Autorinnen und Autoren</em>: Andreas Vetter, Sebastian Ebert, Clemens Haße (UBA <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/kompass">KomPass</a>), Bianca Reichel, Natalie Kern (adelphi)</p> <p><em>Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 82 veröffentlicht. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter">Hier</a> können Sie den Newsletter abonnieren.</em></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Klimarisikoanalyse auf kommunaler Ebene

Die Handreichung unterstützt Städte, Gemeinden und Landkreise bei der Vorbereitung und Durchführung einer Klimarisikoanalyse (KRA). Dabei ist das Ziel einer KRA, standortabhängige und übergreifende Klimarisiken zu identifizieren und zu bewerten, die Anpassungskapazität einzuschätzen, Handlungserfordernisse abzuleiten und entsprechend ihrer Dringlichkeit zu priorisieren. Im Rahmen der KRA werden alle relevanten Klimawirkungen in einer Kommune und deren Wirkbeziehungen in den Blick genommen. Damit bildet die KRA eine wesentliche Grundlage, um individuelle kommunale Klimaanpassungsstrategien und -konzepte zu entwickeln und geeignete Vorsorgemaßnahmen auszuwählen. In Anlehnung an den Standard ISO 14091 werden drei Phasen einer KRA unterschieden: Vorbereitung, Durchführung und Kommunikation der Ergebnisse. Sie werden in der Handreichung ausführlich und anschaulich beschrieben. Die Handreichung bietet den Nutzenden: eine Entscheidungsgrundlage, um einen kommunalen Anpassungsprozess vorzubereiten eine systematische Vorgehensweise einer kommunalen KRA eine Orientierung der KRA an der Gliederung des internationalen Standards DIN EN ISO 14091:2021-07 Kurzzusammenfassungen des entsprechenden Abschnitts der ISO 14091 in jedem Teilkapitel der Handlungsempfehlungen Empfehlungen für kleine Kommunen und/oder Kommunen mit begrenzter Finanz- und Personalausstattung Verweise auf praktische Arbeitshilfen, die einzelne Arbeitsschritte der KRA konkretisieren (z. B. Checklisten, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Handreichungen) Praxisbeispiele aus Kommunen Zielgruppe Die Empfehlungen in der Handreichung sind in erster Linie für Kommunen gedacht. Dabei werden sowohl Landkreise, Städte und Gemeinden angesprochen, die die Handreichung für ihre eigene Klimarisikoanalyse selber nutzen können, als auch solche, die erwägen, einen externen Dienstleister damit zu beauftragen. Im Speziellen richtet sich die Handreichung an Akteur*innen, die für die Planung und Umsetzung von Klimaanpassungsprozessen auf kommunaler Ebene verantwortlich sind, wie beispielsweise Klimaanpassungsmanager*innen oder Personen aus dem Umwelt- oder Stadtplanungsamt. Wissenschaftlicher Hintergrund Methodik, Inhalte und Empfehlungen der Handreichung basieren auf Erkenntnissen und Ergebnissen der Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) 2021 für Deutschland, die im Juli 2021 vom Umweltbundeamt veröffentlicht wurde. Diese hat aufzeigt, bei welchen Auswirkungen des Klimawandels und in welchen Regionen Deutschlands besondere Klimarisiken, Möglichkeiten zur Anpassung und dringende Handlungserfordernisse bestehen. Die Handreichung folgt dem internationalen ISO-Standard „Anpassung an den Klimawandel - Vulnerabilität, Auswirkungen und Risikobewertung“ (DIN EN ISO 14091:2021-07), der speziell Hilfestellungen zur Bewertung von Klimarisiken gibt, fasst diesen zusammen und ergänzt den Standard für die Durchführung von Klimarisikoanalysen um spezifische Empfehlungen für die Umsetzung in Kommunen. Das Modul 2 „Klimarisiken erkennen und bewerten“ des Klimalotsen 3.0 greift den Leitfaden zur Erstellung einer Klimarisikoanalyse auf. Es zeigt Kommunen vereinfacht und schrittweise in sieben Kapiteln, wie diese Klimarisiken ermitteln, bewerten und kommunizieren können.

Klimalotse

Der Online-Leitfaden Klimalotse in der Version 3.0 bietet in fünf Modulen eine schrittweise Anleitung für Städte und Gemeinden bei der Auseinandersetzung mit ⁠Klimafolgen⁠ und Anpassung in Deutschland. Für Kommunen, die mit dem Thema Klimaanpassung noch keine weitreichenden Erfahrungen haben, bietet sich eine Bearbeitung der Module nacheinander an. Nutzende können jedoch auch je nach Bedarf einzelne Module unabhängig voneinander bearbeiten, etwa für die Planung einer kommunalen Klimarisikoanalyse, die Entwicklung einer kommunalen Anpassungsstrategie, die Planung und Umsetzung von Maßnahmen oder für das Monitoring und Evaluation des Anpassungsprozesses und von Maßnahmen. Der Aufbau und die zentralen Begriffe des aktualisierten Klimalotsen orientieren sich an den aktuellen internationalen Standards zu Klimaanpassung und Klimarisikoanalysen. Der Klimalotse 3.0 bietet den Nutzenden eine Anleitung für die Einführung eines Schritt-für-Schritt planvollen, effektiven und ganzheitlichen Klimaanpassungsmanagements durch die Modulstruktur einen flexiblen Einstieg in das Thema Klimaanpassung Hilfestellung bei der Integration von Klimaanpassung in kommunale Planungen Zugang zu einem breiten Spektrum an Informationsquellen zu den Themen ⁠Klimafolgen⁠ und Anpassung Vorlagen, die auf den eigenen kommunalen Arbeitsprozess angepasst werden können eine filterbare Maßnahmenliste, die Orientierung bei der Maßnahmenentwicklung bietet Handlungsempfehlungen sowie Hinweise zu weiteren Werkzeugen, Praxisbeispielen und Fördermöglichkeiten Zielgruppe Der Klimalotse richtet sich an Entscheidungsträger*innen in Städten und Gemeinden, etwa in Umweltämtern oder in der Stadtplanung. Wissenschaftlicher Hintergrund Die erste online-Version des Klimalotsen entstand im Projekt „Klimalotse - Unterstützung des Managements von Klimarisiken und -chancen (Entscheidungsunterstützungssystem)“ im Zeitraum Oktober 2008 bis Juli 2010 durch adelphi. Nach einer Evaluation des Klimalotsen in 2015 durch adelphi mit Unterstützung der Prognos AG und ICLEI Europe im Rahmen des UBA-Projektes „Klimalotse 2.0: Unterstützung von Kommunen bei der Anpassung an den Klimawandel“ wurde der Klimalotse umfassend überarbeitet und in 2016 in einer aktualisierten Version 2.0 auf der ⁠UBA⁠-Webseite veröffentlicht. In 2022 wurde der Klimalotse als Version 3.0 von ecolo im Rahmen des UBA-Vorhabens „Aufbau eines Dienstes zur Unterstützung der Anpassung an den Klimawandel (KlimAdapt) unter Erweiterung der Wissensbasis, Konkretisierung und Umsetzungsunterstützung“ neu überarbeitet. Die Veröffentlichung der Version 3.0 erfolgte im September 2022.

Klimalotse 3.0: Aktualisierter Leitfaden zur Klimaanpassung

<p> <p>Ob Hitzewellen oder Starkregen: Städte und Gemeinden spüren zunehmend die Folgen des Klimawandels. Mit dem neu aufgelegten Online-Leitfaden „Klimalotse“ können Kommunen ihre Klimarisiken systematisch ermitteln, Anpassungsmaßnahmen planen und Strategien entwickeln. Angelehnt ist der Leitfaden an internationale Normen zur Klimaanpassung.</p> </p><p>Ob Hitzewellen oder Starkregen: Städte und Gemeinden spüren zunehmend die Folgen des Klimawandels. Mit dem neu aufgelegten Online-Leitfaden „Klimalotse“ können Kommunen ihre Klimarisiken systematisch ermitteln, Anpassungsmaßnahmen planen und Strategien entwickeln. Angelehnt ist der Leitfaden an internationale Normen zur Klimaanpassung.</p><p> <p>In den letzten Jahren haben viele Städte und Gemeinden mit den Folgen von Hitze, Trockenheit oder Starkregenereignissen für die Bevölkerung, kommunale Infrastrukturen oder Gebäude zu kämpfen gehabt. Die Folgen des Klimawandels werden vor Ort immer sichtbarer und spürbarer. Kommunen und Regionen sollten sich daher systematisch auf diese Klimaveränderungen vorbereiten, individuelle Risiken bewerten und Anpassungsmaßnahmen umsetzen.</p> <p>Mit dem „Klimalotsen“ stellt das Umweltbundesamt Städten und Gemeinden einen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/33047">Online-Leitfaden zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels</a> zur Verfügung. Der frisch aktualisierte Klimalotse unterstützt kommunale Entscheidungsträger und Klimaanpassungsmanagerinnen und -manager Schritt für Schritt. In fünf Modulen leitet er durch die Initiierung eines Anpassungsprozesses, über die Klimarisikoanalyse, Zielformulierung, Maßnahmenplanung, -finanzierung und -umsetzung bis hin zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> und zur Evaluation. Mit ausgewählten Empfehlungen zu aktuellen Studien, Tools und praxisbezogenen Arbeitsvorlagen und Aufgabenstellungen gibt er weitere Anregungen für die Umsetzung. Aktuelle kommunale Beispiele und Tipps von Kommunalakteuren veranschaulichen, wie Klimaanpassung vor Ort durchgeführt wird. Querschnittsthemen wie Partizipation, Kommunikation und Datenverfügbarkeit ergänzen die einzelnen Kapitel.</p> <p>Der neue Klimalotse orientiert sich in Struktur und Inhalt an zwei internationalen Normen zur Klimaanpassung: an der Norm DIN ISO/TS 14092, die Anforderungen und Leitlinien für die generelle Anpassungsplanung für kommunale Verwaltungen festlegt sowie an der DIN EN ISO 14091, die aufzeigt, wie Kommunen eine solide Klimarisikoanalyse und -bewertung, sowohl für aktuelle als auch für zukünftige Klimarisiken, entwickeln und durchführen können. Darüber hinaus wurde der Klimalotse 3.0 mit neuen Texten, erweiterten Kapiteln, aktuellen Links und Studien sowie Erfahrungen aus der Praxis neu aufgesetzt.</p> <p>Der Klimalotse 3.0 wird im Rahmen der <a href="https://ad.zentrum-klimaanpassung.de/woche-der-klimaanpassung/willkommen">Woche der Klimaanpassung</a> des Bundesumweltministeriums vom 12. bis 16. September 2022 veröffentlicht.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Updating an existing online adaptation support tool: insights from an evaluation

The Klimalotse ("climate navigator") is an online tool to support climate change adaptation. Its target audience is decision makers at the local and regional levels. The tool was first published in 2010 by the German Federal Environment Agency. After several years, the Agency evaluated the changing needs of decision makers and the real use of the tool. Decision makers are confronted with various challenges and barriers both prior to and while creating and implementing climate change adaptation measures. In order to be able to take these factors into account in the revision of the Klimalotse, the accompanying research looked into climate change adaptation from the perspective of public institutions and their decision-making processes. In the light of that work, the Agency published a completely revised second edition. This article summarises the lessons learned on that journey. © Springer Science+Business Media B.V., part of Springer Nature 2018

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