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Found 49 results.

Erhaltung und Nachzucht seltener Baum- und Straucharten

Ziel des Projektes ist die langfristige Sicherung und Erhaltung von Vorkommen seltener Baumarten, sowie die Etablierung neuer/verjüngter Vorkommen an geeigneten Standorten. Zunächst erfolgt die Evaluierung, Auswahl und Beerntung erhaltungswürdiger Bäume aus südwest-deutschen Wald- und Feldvorkommen (insbes. Elsbeere, Speierling, Wildapfel, Wildbirne, Schwarzpappel, Ulme, Walnuss und Eibe; außerdem Straucharten) mit entsprechender Dokumentation. Anschließend erfolgt eine vegetative und generative Weitervermehrung zum Aufbau von Erhaltungs-Klonsammlungen bzw. zum Aufbau von Erhaltungs-Samenplantagen, (ex-situ Generhaltung). Parallel dazu werden o.g. seltene Baumarten vegetativ und generativ mit 1- bis 3-jähriger Kulturzeit nachgezogen und an interessierte bzw. am Evaluierungsprozess beteiligte Forstämter abgegeben (in-situ Generhaltung) und dort langfristig weiterbeobachtet.

Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E): Renaturierungs- und Nutzungskonzepte fuer Stromtalwiesen am noerdlichen Oberrhein

Ziel des im Aufbau befindlichen Forschungsvorhabens ist die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen fuer eine nachhaltige Sicherung und Entwicklung der Restbestaende hochgradig gefaehrdeter Pflanzen und Pflanzengemeinschaften der Stromtalwiesen (Verband Cnidion) am hessischen Oberrhein. Hierbei sollen praxisnahe Verfahren zur Renaturierung und zukuenftigen Nutzung von artenreichem Stromtalgruenland entwickelt werden. Die Basis hierfuer bilden folgende Untersuchungsschwerpunkte: - Analyse der bisherigen Renaturierungs- und Pflegepraxis hinsichtlich ihrer Effizienz fuer den Arten- und Phytocoenosenschutz, - Erhebung von Daten zur Autoekologie und Populationsbiologie wertbestimmender Pflanzenarten der Stromtalwiesen (u.a. Untersuchungen zur Standortbindung, zum Diasporenvorrat im Boden sowie zum Keimungs- und Etablierungsverhalten), - Erprobung von Renaturierungsverfahren zur gezielten Wiederansiedlung und Ausbreitung von seltenen Stromtalarten durch die Aufbringung von diasporenhaltigem Maehgut aus artenreichen Altbestaenden, - Entwicklung praxisnaher Konzepte fuer die zukuenftige Nutzung artenreicher Stromtalwiesen. Die durchgefuehrten Untersuchungen sollen neben bislang fehlenden Grundlageninformationen zur Syn-, Aut- und Populationsoekologie hochgradig gefaehrdeter Pflanzen und Pflanzengemeinschaften der Stromtalwiesen vor allem praktische Anleitungen fuer das zukuenftige Renaturierungs-, Pflege- und Entwicklungsmanagement in grossen Stromauen liefern.

Schutzprogramm fuer besonders gefaehrdete Pflanzenarten

Entwicklung eines Schutzprogramms fuer besonders gefaehrdete Pflanzenarten, bestehend aus der Bestandsaufnahme und der Entwicklung von Schutz- und Pflegemassnahmen fuer ausgewaehlte von Aussterben bedrohte oder stark gefaehrdete Pflanzenarten in Baden-Wuerttemberg.

Konflikte um naturale Grundstoffe vom 18. bis zum 20. Jahrhundert; Landnutzungswandel und Naturschutz: 'Historisch-ökologische Analysen des Landnutzungswandels im 19. und 20. Jahrhundert'

Rascher naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinn und fortschreitende Industrialisierung haben im 19. und zunehmend im 20. Jahrhundert einen rapiden Landnutzungswandel in Mitteleuropa in Gang gesetzt, der gemeinhin für die standörtliche Nivellierung, den Verlust naturnaher Lebensräume, den Artenschwund und die strukturelle Verarmung der Kulturlandschaften verantwortlich gemacht wird. Diese Entwicklung erzeugte schon früh Besorgnis und Widerstand bei umweltsensiblen Zeitgenossen und mündete über die Formierung der Natur- und Heimatschutzbewegung und der Wandervogelbewegung in die Konstituierung und allmähliche Institutionalisierung des Naturschutzes. Dessen fachliche Ausrichtung hat sich über die Jahrzehnte hinweg von einem zunächst eher landschaftsästhetischen Ansatz über Fragen des Schutzes besonders attraktiver, aber seltener und gefährdeter Arten und über Probleme des Erhaltes und der Pflege naturnaher Kulturlandschaftsteile als Relikte überkommener Nutzungsformen hin zu einem umfassenden und flächendeckenden Anspruch auf einen naturverträglichen, d.h. ökologisch nachhaltigen Umgang des Menschen mit der Natur entwickelt. Eine der zentralen Fragen ist dabei heute, wie sich die nutzungsgeschichtlich geprägte Biodiversität von Kulturlandschaften angesichts der vielfältigen gesellschaftlichen Ansprüche und Bedürfnisse, welche an den Raum gestellt werden, und angesichts der unterschiedlichen Funktionen die er als sicherer Lebensraum des Menschen zu erfüllen hat, durch gestaffelte Schutz- und Nutzungsintensitäten erhalten und optimieren lässt. Eine weitere, in der Vergangenheit eher vernachlässigte, in neuerer Zeit aber zunehmend in das Bewusstsein rückende Frage ist, wie sich unterschiedliche Landnutzungsmuster auf die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Kulturlandschaften auswirken und welche Gestaltungsregeln und Anforderungen an die verschiedenen Nutzungsansprüche formuliert werden sollen, um die Kulturlandschaft als ansprechenden Erlebnisraum und als Heimat für den Menschen zu erhalten und zu pflegen.

Evolutionäre Divergenz, reproduktive Biologie und Konservation der Königs-Iris Arten (Iris sect. Oncocyclus) in Israel und der West Bank

Die in Südwestasien seltenen und bedrohten Arten von Iris sect. Oncocyclus werden hinsichtlich ihrer morphologischen, morphometrischen und molekularen Variation und ihrer Reproduktionsbiologie untersucht. Die Ergebnisse sollen Grundlage von Artenschutzmassnahmen sein

Effekte von als Anthelminthika eingesetzten makrozyklischen Laktonen auf die Samenkeimung und Etablierung von Grünlandarten

Endo- und Ektoparasiten sind eine der Hauptursachen für Krankheiten und geringe Produktivität bei Haustieren, wie Schafen und Rindern. Um diese Parasiten zu kontrollieren, wird weltweit ein breites Spektrum von Anthelminthika, z.B. Makrocyclische Lactone (ML), eingesetzt. Nach der Applikation ist der Hauptweg in die Umwelt über die Kotausscheidung. Anschließend können viele Non-Target-Organismen beeinträchtigt werden. Gut untersucht sind die negativen Auswirkungen von ML auf Destruenten, insbesondere Arthropoden, aber die möglichen Auswirkungen der Anthelminthika auf die Keimung von Pflanzensamen wurde bisher fast vollständig vernachlässigt.Insbesondere seltene und vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten können unter Beweidung von der endozoochoren Ausbreitung ihrer Samen profitieren; ein gut und oft dokumentiertes Phänomen. Insbesondere Schafe haben sich als wirksame Samenausbreitungsvektoren erwiesen, die eine erfolgreiche Etablierung von Pflanzenindividuen an neuen Standorten unterstützen können. Es ist daher zu erwarten, dass jede negative Auswirkung auf die Effektivität der Samenausbreitung durch Vieh von erheblicher allgemeiner ökologischer Relevanz sein wird; besonders im Naturschutz und in der ökologischen Renaturierung.Das Überleben und die Persistenz von Pflanzenpopulationen hängen stark von der Fortpflanzung ab, so dass die Samenkeimung und die Etablierung der Keimlinge die kritischsten Stadien im Leben von Pflanzenindividuen darstellen. Ohne erfolgreiche Keimung und Etablierung sind Populationen vom Aussterben bedroht. Keimungsprozesse werden durch die biotische Umwelt und durch abiotische Umweltbedingungen beeinflusst. Wenn sich diese Bedingungen verändern, ist es sehr wahrscheinlich, dass Auswirkungen auf den Keimling auftreten.In diesem Zusammenhang bedrohen mögliche direkte negative Auswirkungen von ML, die als Medikament an Nutztiere verabreicht werden, die Lebensfähigkeit von Samen, die Keimung von Samen und die Keimlingsetablierung. Nach unserem Wissen wurde die erste Studie, die sich direkt mit der Wirkung eines Anthelminthikums auf die Samenkeimung befasste, von Eichberg et al., 2016 durchgeführt. In dieser Studie fanden wir deutliche negative Auswirkungen des Anthelminthikums Cydectin und seines Wirkstoffs auf die Samenkeimung (Eichberg et al., 2016). Diese Situation von sehr begrenztem Wissen über die Auswirkungen von ML auf die Keimung und Keimlingsetablierung erfordert weitere Forschung. Zu diesem Zweck wollen wir in der beantragten Studie abschätzen, ob die in der Studie von Eichberg et al. (2016) gefundene Effekte für ein breiteres Spektrum von Pflanzenarten bestätigt werden kann und ii) bis zu welchem Grad verschiedene MLs ähnliche Auswirkungen auf Samenkeimung, Keimlingsetablierung und Entwicklung der adulten Pflanze haben.

Silvicultura statt Viticultura, Waldbau statt Weinbau (SILVITI)

Das Projekt integriert die Aspekte 'Schutz' und 'Nutzung' von aufgelassenen Weinbergen und den seltenen Baumarten Elsbeere, Speierling, Mehlbeere, Feldahorn, Wildapfel und Wildbirne. Durch die gezielte Förderung dieser Arten auf ehemaligen Rebflächen werden biologische Vielfalt und Erhaltung forstgenetischer Ressourcen forciert. Die Anlage von Versuchsflächen dient zur Identifikation anpassungsfähiger und standortgerechter Herkünfte dieser Arten, zur Erhöhung der Stabilität von Waldökosystemen auf trocken-warmen Standorten und zur zukünftigen Speicherung von Kohlenstoff durch die Bereitstellung von Wertholz. Die angelegten Versuchs- und Demonstrationsflächen werden auch über die Projektlaufzeit hinaus von lokalen Partnern bewirtschaftet und in regelmäßigen Zeitabständen Daten zu Wachstum, Gesundheit, Fruchtertrag und Qualität der gepflanzten Arten erhoben. Darüber hinaus werden mit Hilfe mikromolekularer, genetischer Analysen auf den Versuchsflächen und in natürlichen Populationen der seltenen Laubbaumarten besonders hochwertige oder klimaangepasste Herkünfte ermittelt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in wissenschaftlichen Fachjournalen publiziert, weitere zusammenfassende Veröffentlichungen in praxisorientierten Zeitschriften des Forst- und Winzerwesens kommen hinzu. Ebenso werden konkrete Handlungsempfehlungen verfasst, die eine erfolgreiche Umsetzung der erarbeiteten alternativen Bewirtschaftungsformen für Weinberge an die Praxis ermöglichen.

Bergwiesen im Osterzgebirge

Während in den übrigen deutschen Mittelgebirgen in Lagen oberhalb 600 m ü. NN in der Regel Wälder und Forste dominieren, sind Höhenlagen zwischen 600 m ü. NN und 800 m ü. NN in weiten Teilen des Osterzgebirges überwiegend durch Offenland geprägt. Vor allem im Gebiet rund um Geising und Fürstenau ist dabei durch die spezifischen Umweltbedingungen und die fast 400 jährige Grünlandnutzung eine sehr kleingliedrige Offenlandschaft entstanden. Bei dieser auch kulturhistorisch wertvollen Mittelgebirgslandschaft handelt es sich um extensiv bewirtschaftete, artenreiche Bergwiesen mit Steinrücken als landschaftsprägende Elemente sowie Borstgrasrasen, Nieder- und Zwischenmoore, Feucht und Nasswiesen, unverbaute Bachläufe und hercynische Bergmischwälder. Von besonderer Bedeutung ist die bestehende Birkhuhnpopulation sowie das Vorkommen des Karpatenenzians und der Kugelorchis. Ferner kommen noch die bundesweit bedrohten Arten Perücken-Flockenblume, Arnika, Rasen-Buschnelke, Feuerlilie, Trollblume, Korallenwurz, Tannen-Bärlapp, Fettkraut, Niedrige Schwarzwurzel, Floh-Segge, Moor-Klee, Raubwürger, Wachtelkönig, Schwarzstorch, Uhu, Braunkehlchen, Kiebitz, Bekassine und Kreuzotter vor. Maßgebliches Ziel der Förderung ist die nachhaltige Sicherung und naturschutzfachliche Aufwertung dieser großflächigen strukturreichen Offenlandschaft durch eine naturverträgliche extensive Landnutzung. Als einzelne Projektziele sind hierbei zu nennen: die Erhaltung und Pflege der blütenreichen Bergwiesen und der landschaftstypischen Steinriegel, die Wiedervernässung von Feuchtbiotopen und Mooren, die Umwandlung von Acker- in Wiesenflächen, die Umwandlung der Nadelholzforste in naturnahe Laubmischwälder sowie der Schutz vor weiterer Erschließung.

Erfassung seltener Baumarten in Deutschland

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat der BLAG Forstliche Genressourcen den Auftrag erteilt, die seltenen und gefährdeten Baumarten Flaumeiche, Elsbeere, Speierling, Grün- und Grauerle sowie Speierling bundesweit zu erheben. Die Arbeiten werden vollständig durch Drittmittel finanziert, die FVA stellt die hier vorliegenden Daten zur Verfügung und organisiert die Kartierung in Baden-Württemberg; die Außenaufnahmen werden durch Werkvertragnehmer durchgeführt.

Biodiversitätskonzept Artenschutz Flora - Erhalt und Entwicklung seltener Pflanzenarten im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest

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