In einer Literaturstudie soll der derzeitige Stand des Wissens ueber Herkunft, Wege und Verbleib des Stickstoffs und die Einflussfaktoren zusammengetragen und ausgewertet werden. Als Quellen sollen vor allem die punktfoermigen Abwassereinleitungen aus Haushalten, Industrie und Landwirtschaft, die punktfoermigen Niederschlagswassereinleitungen aus Siedlungen und die diffusen Naehrstoffquellen aus Grund- und Draenwasser, Erosion und Pflanzenstreu untersucht werden. Die anorganischen und organischen Bindungen des Stickstoffs in den Oberflaechengewaessern sind zu verfolgen. Hinsichtlich des Verbleibs ist herauszuarbeiten, inwieweit und in welchen Groessenordnungen mit Festlegungen am Boden und im Sediment, mit Uebergang in die Atmosphaere und Abtransport ueber die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland bzw in die Meere zu rechnen ist.
Durch giftige Chemikalien wurde die Gewaesserbiozoenose des Rheins erheblich geschaedigt. Es besteht ein wissenschaftliches Interesse, die Schaedigung und langfristige Erholung der Benthosorganismen des Rheins zu beobachten, um fuer vergleichbare Unfaelle Schadenabschaetzungen und Prognosen machen zu koennen. Dies hat auch konkrete Bedeutung fuer die Moeglichkeiten einer Wiederbesiedlung des Rhein mit Aalen und die Abschaetzung von Regressforderungen an den Verursacher. Dieses F+E-Vorhaben ist Teil eines von der Deutschen Rheinschutzkommission (DK) am 15/12/1986 verabschiedeten Messprogrammes im Zusammenhang mit dem Rheinchemieunfall 'SANDOZ', welches ganz ueberwiegend von den Laendern finanziert wird. Die erwarteten Ergebnisse sind auch von Bedeutung fuer Massnahmen des BMU im Zusammenhang mit den Paragraphen 7a und 36 WHG.
Die durch den Kraftfahrzeugverkehr bedingten Umweltbelastungen lassen sich nicht nur durch technische Massnahmen vermindern, sondern koennen in ganz erheblichem Masse auch durch umweltbewusstes Verhalten im Umgang mit Kraftfahrzeugen guenstig beeinflusst werden. Es ist daher wichtig, Fahranfaengern und Fahranfaengerinnen das noetige Wissen ueber den Problemkreis Auto/Umwelt zu vermitteln und ihnen ab Beginn ihrer Ausbildung die nach neuestem Kenntnisstand umweltschonendste Fahrweise anzutrainieren. In einer interdisziplinaeren Arbeitsgruppe mit Experten aus Industrie und Wissenschaft wurde ein dem aktuellen ingenieurwissenschaftlichen Erkenntnisstand entsprechendes 'Sollprofil einer umweltschonenden Fahrweise' definiert. An der Forschungsfahrschule der Technischen Universitaet wurde ein in die Fahrausbildung integrierbares Theorie- und Praxiscurriculum entwickelt und erprobt. Fahranfaenger/innen, die an der TU-Fahrschule nach dem 'Umwelt-Curriculum' ausgebildet worden waren, wurden unmittelbar nach der Fahrausbildung mit herkoemmlich ausgebildeten Fahranfaengern/innen verglichen. Testfahrten belegten einen eindeutig positiven Effekt der Ausbildung zu umweltschondem Fahren. Entwicklung und Erprobung des Curriculums waren Ausgangspunkt fuer die Konzipierung eines praxisnahen Fortbildungskonzeptes fuer Fahrlehrer/innen. Die Foerderung des Projektes durch das Umweltbundesamt endet am 31/12/91.
Durch systematische Untersuchungen mit chlororgansichen Materialien, welche an realen Brandschaeden beteiligt gewesen waren, wurde ein Pruefverfahren im Labormassstab entwicklet, anhand dessen die Belastung realer Brandrueckstaende mit polychlorierten Dibenzofuranen (PCDF) und polychlorierten Dibenzodioxinen (PCDD) realistisch abgeschaetzt werden kann. Als brandrelevant hat sich folgendes Pruefverfahren erwiesen: VCI-Apparatur, 750 Grad C Versuchstemperatur, 10 Min. thermische Belastungsdauer, 20 ml/Min. Luftstrom, PCDF/D-Analyse der in der Apparatur verbleibenden thermischen Zersetzungsprodukte eines Pruefmaterials. Anhand des brandrelevanten Pruefverfahrens wurde das von Brandrueckstaenden ausgehende PCDF/D-Gefaehrdungspotential von 35 Kunststoffproben, 12 Industriechemikalien und 10 Naturprodukten untersucht. Brandrueckstaende von chlorierten Kunststoffen und Industriechemikalien duerfen demnach i.d.R. nur unter geeigneten Arbeitsschutzmassnahmen gehandhabt werden. Bezogen auf die Summe der PCDF/D nach gefahrstoffverordnung weisen Brandrueckstaende chlorierter Kunststoffe meistens Gehalte zwischen 10 und 40 ppb auf, waehrend Rueckstaende bestimmter Chemikalien Gehalte ueber 1000 ppb enthalten koennen. Braende unbehandelter Naturprodukte fuehren i.d.R. zu keinen besonderen PCDF/D-Umweltbelastungen.
NTA gilt als potentieller Ersatzstoff fuer Phosphate in Wasch- und Reinigungsmitteln. Da NTA aufgrund seiner komplexierenden Eigenschaften in der Lage ist, Schwermetalle zu remobilisieren, soll untersucht werden, unter welchen Bedingungen und in welchem Ausmass Schwermetalle aus Sedimenten remobilisiert werden koennen. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt in der labormaessigen Erfassung der Freisetzungsraten.
Die Einfuehrung des Parameters AOX in die 25. Abwasser-VwV ergibt eine Reihe von analytischen und technologischen Problemen. Im Rahmen des Vorhabens wird untersucht, ob die Matrixbelastung der Abwasser durch Chlorid, CSB und TOX ueberhaupt eine ausreichende Analysengenauigkeit zulassen. Darueberhinaus sollen die Abwasserproben diverser Betriebe neben dem AOX auch auf POX, NPOX, Chrom und PCP untersucht werden.
Die internationale zivile Luftfahrtorganisation ICAO hat das Mikrowellen-Landesystem (MLS) als neuen internationalen Standard fuer die Anflug- und Landefuehrung festgelegt. Das System soll das heutige Instrumenten-Landesystem (ILS) ersetzen und weist bessere technische und betriebliche Eigenschaften auf. Der Einsatz von MLS zur Anflugfuehrung der Luftfahrzeuge im Flughafennahbereich ermoeglicht neuartige Flugverfahren, eine flexible Gestaltung der Streckenfuehrung, eine genauere Flugnavigation und eine verbesserte Ausnutzung der Start- und Landebahnkapazitaet. Im Hinblick auf die in der Bundesrepublik Deutschland vorgesehene Einfuehrung von MLS ab dem Jahr 1990 ist zu pruefen, inwieweit sich die flugbetrieblichen Veraenderungen auf die Laermbelastung an Verkehrsflughaefen auswirken. Insbesondere sollen die betrieblichen Vorteile des MLS hinsichtlich ihres Einsatzes zur Laermminderung untersucht werden. Ausgehend von den flugbetrieblichen Vorteilen des MLS werden die Bodenschallfelder bei MLS-An- und -Abfluegen ermittelt. In die Berechnung gehen z.B. die meteorologischen Schallausbreitungsbedingungen, flugzeugtypenspezifische Geraeuschemissionscharakteristiken und Flugfuehrungsgenauigkeiten ein. Die Festlegung flugbetrieblicher Parameter erfolgt mit Hilfe von Flugzeugtypensimulatoren. Die Analyse der berechneten Bodenschallfelder gestattet es fuer die Minimierung des Laerms bei An- und Abfluegen im Flughafennahbereich planerische und betriebliche Hinweise und Anforderungen an die zukuenftige Nutzung von MLS aufzustellen.
An Deponiebasisabdichtungen sollen die Einflussfaktoren moeglicher Leckagen festgestellt werden. Aus der Analyse der Schaduntersuchungen sollen Empfehlungen zur Herstellung von Deponiebasisabdichtungen abgeleitet werden und Aussagen zur Langzeitwirksamkeit der verwendeten Materialien getroffen werden. Die Untersuchungen sollen an 2 Versuchsfeldern auf der Deponie Geldern-Pont durchgefuehrt werden.
Es handelt sich um ein Ergaenzungsvorhaben zur Pilotstudie 'Lungenkrebsrisiko durch Luftverunreinigung unter Beruecksichtigung anderer Einflussgroessen' (10606044/02 und 10606044/03). Aufgabenstellungen (1) Ermittlung von hot spot Arealen im Einzugsbereich des Zentrums auf der Basis kleinraeumiger Umwelt- und Mortailitaetsanalysen. (2) Weiterfuehrende Untersuchungen zur Repraesentativitaet von 'Faellen' und 'Kontrollen'. (3) Explorative Analyse des im vorangegangenen Pilotprojekt erzeugten Datensatzes. (4) Ueberlebenszeitanalyse fuer die Fall-Patienten der Pilotstudie.
Die Veroeffentlichung des F+E Vorhabens Nr.: 101 020 58/02 hat sich aus verschiedenen Gruenden verzoegert. Inzwischen sind die Daten zur Umwelt '86/'87 veroeffentlicht worden und das Baugesetzbuch ist in Kraft getreten. Das Vorhaben soll sowohl in Bezug auf die Daten zur Umwelt als auch die Inhalte des Baugesetzbuches auf den neuesten Stand gebracht werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 191 |
| Kommune | 2 |
| Land | 4 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 30 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 191 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 191 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 191 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 191 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 123 |
| Lebewesen und Lebensräume | 161 |
| Luft | 116 |
| Mensch und Umwelt | 191 |
| Wasser | 125 |
| Weitere | 191 |