Die Veroeffentlichung des F+E Vorhabens Nr.: 101 020 58/02 hat sich aus verschiedenen Gruenden verzoegert. Inzwischen sind die Daten zur Umwelt '86/'87 veroeffentlicht worden und das Baugesetzbuch ist in Kraft getreten. Das Vorhaben soll sowohl in Bezug auf die Daten zur Umwelt als auch die Inhalte des Baugesetzbuches auf den neuesten Stand gebracht werden.
Mittels spezifischer Parameter zur Beschreibung der Schadstoffmigration in mineralischen Dichtungsschichten soll das Schadstoffadsorptionspotential min. Dichtungs-Schichten in der Phase I modellmaessig errechnet werden. Grundlage dafuer sind Messdaten aus einem zweijaehrigen Feldversuch mit Lithium, Bromid, Cadmium, EDTA und Uranin. Mit den Schadstoffmigrationsparametern koennen im Rahmen der Planung die Durchbruchzeiten von Schadstoffen durch mineralische Dichtungsschichten errechnet werden. In der Phase II wird der Aufbau geeigneter Versuchsfelder beschrieben, und die erforderlichen Messgeraete angegeben, um im Rahmen des Deponiebetriebes die berechneten Daten anhand von Messergebnissen zu verifizieren bzw. die Modellrechnungen verbessern zu koennen.
Die Bodenbelastung (beispielsweise durch Saeurezufuhr; Pestizide und Schwermetalle; Altlasten; Flaechenverbrauch) stellt in der Bundesrepublik Deutschland fuer Menschen, Fauna, Flora und Sachgueter ein betraechtliches Gefaehrdungspotential dar. In der Vorphase des Forschungsvorhabens soll zunaechst der Stand des Wissens systematisch abgearbeitet und geklaert werden, fuer welche Schadensfelder die volkswirtschaftlichen Verluste erfasst, quantifiziert und auf der Basis von Schadens-, Ausweich-, Vermeidungs- sowie Planungs- und Ueberwachungskosten bewertet werden koennen. Daraufhin soll ein Ansatz entwickelt werden, mit dessen Hilfe die Kosten der Bodenbelastung flaechendeckend fuer die Bundesrepublik Deutschland geschaetzt werden koennen. Verteilungspolitische Aspekte sind bei der Schadensanalyse zu beruecksichtigen.
Es soll die Emissionsminderung durch eine Diesel-ASU untersucht werden. Dazu sollen emissionsauffaellige Diesel-PKW instandgesetzt werden und ihre Partikelemissionen vor und nach Reparatur ermittelt werden. Anhand der Haeufigkeit der aufgetretenen Fehler und der erzielten Minderung soll die Partikelemissionsminderung errechnet werden.
Es werden auf ausgesuchten Sammelstrecken laengs der deutschen Nordseekueste die toten Seevoegel gezaehlt und auf aeussere und innere Veroelungen untersucht. Mit dem Vorhaben soll festgestellt werden, ob die Ueberwachung der Nordsee aus der Luft zu einem Rueckgang bei den aufzufindenden veroelten Seevoegel fuehrt. Auf denselben Strecken werden die als Muellopfer angespuelten Seevoegel und Robben erfasst. Im Bereich der Deutschen Bucht werden Untersuchungen zur Erfassung des Schiffsmuelleintrages durchgefuehrt.
Fuer die oekotoxikologische Bewertung von alten und neuen Stoffen im Vollzug des ChemG sind Reproduktionsuntersuchungen an bodenlebenden Organismen, insbesondere Wirbellosen, erforderlich, die das vorhandene Spektrum von Regenwuermern, Collembolen und Enchytraen erweitern. Entsprechende Verfahren sind hierfuer zu entwickeln, zu ueberpruefen und weitgehend zu standardisieren, geeignete Arten sind auszuwaehlen.
Die Kompensationsloesung wurde im Rahmen der Novelle zum BImSchG rechtlich verankert und als Nr. 4/2/10 in die TA Luft '86 aufgenommen. Damit ergibt sich fuer Betreiber genehmigungsbeduerftiger Altanlagen die Moeglichkeit, Verpflichtungen zur Emissionsminderung durch Bildung einer betriebsinternen und -externen Emissionsglocke nachzukommen. Auf der Grundlage der Erfassung und Analyse der individuellen Emissionssituation sollen Moeglichkeiten und Hindernisse fuer Kompensationen nach TA Luft '86 empirisch festgestellt, das Zusammenwirken mit dem ordnungsrechtlichen Instrumentarium erfasst sowie Auswirkungen und Leistungsvermoegen dieses flexiblen Instruments im Rahmen betrieblicher Untersuchungen ermittelt werden, um Erkenntnisse fuer Verbesserungen des regulativen Instrumentariums anhand der Immissionsstruktur eines Ballungsraumes zu erhalten.
Das Vorhaben ist Teil der Hauptphase einer Oekosystemforschung Wattenmeer. Sie baut auf der Machbarkeitsstudie (10902121) auf, die in Zusammenarbeit mit dem Land Schleswig-Holstein und dem Umweltbundesamt erarbeitet wurde. Zwischen den Teilvorhaben der Hauptphase, die in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen durchgefuehrt werden, soll eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung gewaehrleistet sein. Als konzeptioneller Rahmen ist das MAB-6 Projekt Berchtesgaden zu beruecksichtigen. Ebenso sind die Bezuege zu dem Vorhaben Sensitivitaetskartierung Wattenmeer sowie weiteren fuer die Oekosystemforschung im Wattenmeer relevanten Vorhaben zu beachten.
Der Rat der Europaeischen Gemeinschaften hat eine Richtlinie zur Begrenzung des Geraeusch-Emissionspegels von Hydraulikbaggern, Seilbaggern, Planiermaschinen, Ladern und Baggerladern verabschiedet. Die Richtlinie sieht eine Beurteilung des Standgeraeusches der genannten Erdbewegungsmaschinen vor; gleichzeitig enthaelt sie die Verpflichtung, dem Rat bis Mitte 1988 ein Messverfahren vorzuschlagen, in dem die in der Praxis auftretenden realen Geraeusche beim Betrieb der Maschinen beurteilt werden. Im Vorhaben sollen fuer die einzelnen Maschinenarten derartige 'dynamische' Messverfahren entwickelt und erprobt werden, um den nationalen Vertretern in den entsprechenden EG-Gremien Grundlagen fuer ihre Rechtsetzungsarbeit an die Hand zu geben. Dabei sind insbesondere auch die Messverfahren der Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zum Baulaerm zu beruecksichtigen.
Wirksamer Schutz der durch die Wirkung von Luftverunreinigungen in ihrem einzigartigen Bestand stark gefaehrdeten historischen Glasgemaelde ist z.Z. nur durch passive Schutzmassnahmen zu treffen. Die neu entwickelte Verbundbeschichtung mit organisch modifizierten Silicaten verspricht, diese Schutzwirkung auszuueben und gleichzeitig den strengen denkmalpflegerischen Anforderungen zu genuegen. In dem F+E-Vorhaben soll die Langzeitbestaendigkeit der Beschichtung in Freilandversuchen an Originalobjekten und in Simulationstests an Modellglaesern unter Zeitrafferbedingungen ueberprueft werden. Dies laesst sich nur im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit befriedigend loesen. - Die Bundesrepublik Deutschland hat im Rahmen ihrer Mitarbeit beim Committee on the Challenges of Modern Society der NATO durch Beschluss vom 22.6.1987 das Mandat erhalten, die Pilotstudie zur Konservierung historischer Glasgemaelde weitere drei Jahre fortzufuehren, um das neue Schutzsystem weiter zu entwickeln und es zur praktischen Anwendungsreife zu bringen. Im Rahmen dieses F+E-Vorhabens wurde ausserdem eine auf das Schutzkonzept abgestimmte Methode zur Sicherung lockerer Malschichten entwickelt und auf Modellsubstraten geprueft. Im Hinblick auf die Bewertung zeitraffender Simulationsverfahren wurden Untersuchungen zu Korrosionsmechanismen an Modellglaesern durch Bewitterung im Freiland und unter erhoehter Schadstoffbelastung durchgefuehrt. Die Moeglichkeit zur Ueberpruefung der Wirksamkeit von Aussenschutzverglasungen am Rand von korrosionssensitiven Modellglaesern wurde an zwei Beispielen demonstriert.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 191 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 2 |
| Land | 6 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 55 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 191 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 191 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 191 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 191 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 123 |
| Lebewesen und Lebensräume | 161 |
| Luft | 116 |
| Mensch und Umwelt | 191 |
| Wasser | 126 |
| Weitere | 191 |